Kanaren: Zahl der Corona-Ausbrüche steigt – meist durch Treffen mit Familie und Freunden


Das Coronavirus wird auf den Kanarischen Inseln weiterhin hauptsächlich bei sozialen Kontakten zwischen den Einwohnern weitergegeben. Die neusten Ausbruchszahlen zeigen, dass Treffen mit Freunden und Bekannten sowie innerhalb der Familie die Haupt-Ursachen für die Ausbreitung von Covid-19 sind.

Lesedauer: 2 Min.

Die Zahl der Corona-Ausbrüche ist auf den Kanarischen Inseln rasant angestiegen. In der vergangenen Woche meldeten die Gesundheitsbehörden 215 neue Herde. Davon betroffen sind bisher 1193 Personen.

Wesentlicher Treiber bleibt Teneriffa. Die größte Kanaren-Insel registrierte allein 131 der Ausbrüche. Gran Canaria folgt mit 65 vor Fuerteventura mit elf, La Palma mit vier, Lanzarote mit drei und La Gomera mit einem Ausbruch.

Erneut bleiben zwischenmenschliche Kontakte im Familien- und Freundeskreis das größte Problem. 113 der neuen Ausbrüche werden auf soziale Kontakte zurückgeführt, 57 weitere auf die Weitergabe innerhalb der Familien. Zudem entstanden 30 Corona-Herde durch die Arbeitsstellen der Betroffenen, fünf in Bildungseinrichtungen, vier beim Sport sowie ebenfalls vier in sogenannten sozial schwachen Gruppen. Zwei weitere Ausbrüche wurden auf die Gesundheitsversorgung zurückgeführt.

Lediglich 15 Ausbrüche überstiegen die Marke von zehn Betroffenen. Damit werden die einzelnen Herde immer kleiner. Dennoch stechen einzelne Ausbrüche heraus. Einer davon wurde auf soziale Kontakte mit Verästelungen in die Familien einzelner Betroffener zurückgeführt. Entstanden war er durch das Nachtleben auf La Palma. Bisher wurden 47 Personen positiv getestet.

49 alte Corona-Ausbrüche auf den Kanaren weiter aktiv

Zudem gab es einen Ausbruch mit 39 Betroffenen auf Gran Canaria. Der Fall wird auf den Bausektor zurückgeführt. Zwei weitere Corona-Ausbrüche stehen mit sozialen Kontakten auf Gran Canaria in Verbindung – einer mit 27 Betroffenen bei einer Geburtstagsfeier und einer mit 13 Fällen im Zusammenhang mit einem gemeinsamen Grill-Abend.

Die übrigen Ausbrüche gelten als weniger groß. Dennoch sticht ein weiterer im Kontext der Gesundheitsversorgung heraus. In einer Klinik auf Gran Canaria gibt es nach einem Ausbruch bisher zehn Betroffene, darunter zwei Patienten. Zudem gab es in einem Krankenhaus auf Teneriffa einen Ausbruch. Davon sind bislang drei Patienten und ein Mitarbeiter betroffen.

Zusätzlich zu den 215 neuen Corona-Herden sind 49 bereits bekannte Ausbrüche weiter aktiv. Einige der Corona-Herde wuchsen in der vergangenen Woche sogar weiter an. Auf Gran Canaria gab es einen besonders erwähnenswerten Fall, der sich über die Arbeitsstellen in die Familien einzelner Betroffener verästelt hat. Bisher gelten 61 Personen als betroffen.

Ein weiterer Ausbruch wurde in der Lebensmittelindustrie auf Fuerteventura registriert. Inzwischen gelten 47 Personen als infiziert. Auf Teneriffa gab es zudem einen Ausbruch im Bildungssektor mit Verästelungen in die Familien. Dort sind in der Folge inzwischen 33 positive Tests gemeldet worden.

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Über den Autor

Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zuhause und schreibt bereits seit vielen Jahren unter anderem über die Inseln.

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