Viele Orte der Kanaren kennen in den Sommermonaten gar keinen Regen. Anders sieht das im Winter aus. Um dann keine bösen Überraschungen zu erleben, lässt die Regierung der Kanaren jetzt Barrancos und überschwemmungsgefährdete Gebiete überprüfen.
Das zuständige Ressort berief dazu am Mittwoch das Technische Komitee zweier Notfallpläne ein. Gemeinsam sollen die Verantwortlichen des Sonderplans für widrige Wetterlagen (Pefma) und des Sonderplans bei Überschwemmungsrisiken (Peinca) für bestmögliche Vorbereitung sorgen. Der für Notfälle zuständige Vizeminister Marcos Lorenzo leitete die Sitzung. Auch der Generaldirektor für Notfälle, Fernando Figuereo, nahm teil.
Technische Vertreter des staatlichen Wetteramts Aemet, der Regierungsdelegation auf den Kanaren, der Inselverwaltungen, der Wasserräte der Inseln und der Generaldirektion für Wasser saßen ebenfalls mit am Tisch. Hinzu kamen die Ressorts für Soziales und für Bildung sowie weitere Mitglieder der einberufenen Komitees. Und das wollen sie diesmal gemeinsam besser machen:
Kanaren nutzen Unwetter Therese als Maßstab für Katastrophenschutz
Die Wasserräte der einzelnen Kanarischen Inseln erklärten bei dem Treffen, welche Arbeiten zur Instandhaltung, Reinigung und Verbesserung der Flussbetten bereits erledigt wurden. Zudem wurde besprochen, welche noch anstehen und welcher Bedarf in den einzelnen Gebieten festgestellt wurde.
«Die Ankunft der Regenzeit verlangt ein aktuelles Bild davon, in welchem Zustand unsere Flussbetten und Barrancos sind, welche Maßnahmen durchgeführt wurden und welche Punkte besondere Aufmerksamkeit erfordern», sagte Lorenzo. Die Beteiligten aktualisierten entsprechend die Daten der von Überschwemmungen gefährdeten Zonen. Anhand dieser Meldungen legten die jeweiligen Fachleute für ihren Bereich fest, welche Abschnitte künftig unter besonderer Beobachtung stehen.
Das Komitee nutzte die Gelegenheit, die meteorologischen und klimatologischen Aussichten für die kommenden Monate zu besprechen. Dabei wurden mögliche Szenarien mit intensiven, lang anhaltenden Niederschlägen durchgespielt.
Als Referenz galt unter anderem das Sturmtief Therese im März. Das Unwetter hatte so viel Niederschlag über den Kanarischen Inseln erzeugt, dass zahlreiche Orte überflutet wurden. Lorenzo sagte, dass die Behörden unter anderem deshalb nicht bei null beginnen würden. Zudem verfügen die Inseln nun über Planungsinstrumente und bereits identifizierte Risikozonen.
Der Notfallplan Pefma ist auch außerhalb der Regenzeit in Gebrauch. Er bildete zusammen mit Daten des spanischen Wetteramts Aemet die Grundlage für Alarm-Situationen, wie beispielsweise bei Sturmtief Therese. Wie extrem das Unwetter die Kanaren traf, sehen Sie nachfolgend:














«So wollen die Kanaren nie wieder von einem Unwetter getroffen werden»
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