Ein Erdbeben der Stärke 3,0 ist am Donnerstag rund 50 Kilometer vor Lanzarote registriert worden. Das spanische Nationale Geographische Institut (IGN) zeichnete den Erdstoß um 11.20 Uhr auf. Demnach lag das Epizentrum in 30 Kilometern Tiefe. Das Euro-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) bestätigte das Beben inzwischen und nutzt die Messdaten des Instituts für eigene Auswertungen.
Im Vergleich zu den übrigen Erdstößen der vergangenen Wochen fiel der Wert verhältnismäßig hoch aus. 69 Beben zählte das Institut in den vergangenen 30 Tagen vor oder unter den Kanaren. Das entspricht 2,3 Erdbeben pro Tag bei einer mittleren Stärke von 2,0. In den vergangenen sieben Tagen kamen 15 Erdstöße hinzu, was als unauffälliger Wert gilt.
Das jüngste Erdbeben vor Lanzarote lag damit einen ganzen Punkt über dem Mittelwert der jüngeren Vergangenheit. Vor Teneriffa meldeten Seismologen zuletzt mehrere tektonische Erdstöße, darunter ein weiteres Beben vor der Nordküste der Insel.
Erdbeben vor Lanzarote und der vulkanische Untergrund der Kanaren
Die Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Schwache Erdstöße gehören dort zur Normalität: «Die gesamte Region der Kanarischen Inseln ist von Zeit zu Zeit anfällig für Erdbeben», sagte der IGN-Direktor auf den Kanaren, Itahiza Domínguez, bei der Einordnung der tektonischen Erdbebenserie vor Teneriffa. Ende August meldeten die Messinstrumente des Instituts vor Teneriffa ein Beben der Stärke 3,6. Es war der bisher stärkste Erdstoß der vergangenen Wochen.
Im Untergrund der Inseln bewegte sich zuletzt ein Magmavorkommen. Forscher wiesen am Pico Viejo, einem Nebenvulkan des Teide, eine große Magmakammer unter Teneriffa nach. Erdbeben bedeuten nach Einschätzung von Seismologen und Geologen nicht automatisch eine erhöhte Gefahr. Fachleute beobachten die Messwerte dennoch fortlaufend.
















«Spürbares Erdbeben der Stärke 3,0 vor Lanzarote»
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