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So sieht das von der Kanaren-Fähre gerollte Auto jetzt aus


Zwischen La Gomera und Teneriffa ist ein Auto von einer Kanaren-Fähre gestürzt. Jetzt ist es ausfindig gemacht worden. Warum es ins Meer rollte und wie es jetzt aussieht:

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Es war die skurrilste Meldung des Monats: Am Oster-Wochenende hat eine Fähre aus noch immer unklarer Ursache ein Auto verloren. Der Fahrer selbst hatte es im Meer treiben sehen und die Besatzung informiert. Jetzt konnte der Wagen vor den Kanaren ausfindig gemacht werden.

Matías, der Besitzer des versunkenen Autos, trauerte vor allem um ein Mate-Gefäß, das schon seinem Urgroßvater gehörte. Das bekommt er nun zurück. Denn die Reederei Fred Olsen, der das Auto vom Schiff gerollt und im Atlantik versunken war, ließ den Wagen ausfindig machen.

Ein Spezial-Schiff stellte fest, dass der Pkw in etwa 25 Metern Tiefe am Meeresgrund lag. Für die Schifffahrt stellte es keine Gefahr dar. Und doch ließ die Reederei den Wagen aufwendig bergen. Denn Schmier- und Kraftstoff wurden als Gefahr für die Umwelt eingestuft. Nun soll geklärt werden, ob der Wagen zu reparieren sei.

Von Teneriffa-Fähre gerolltes Auto vor Kanaren-Insel La Gomera entdeckt

Matías behielt sich seinen Humor nach dem gleich zweiten Schicksalsschlag innerhalb weniger Jahre bei. Der Betroffene scherzte nach dem Zwischenfall, dass er durch den Vulkanausbruch auf La Palma nicht nur ein Haus unter der Lava, sondern nun auch noch ein Auto am Meeresgrund habe.

Doch das sollte nicht lange so bleiben. Denn schon kurz nach dem Zwischenfall habe die Reederei Fachleute und Hafenbehörde damit beauftragt, den Wagen ausfindig zu machen. Und die Suche war erfolgreich.

So sieht das von der Kanaren-Fähre gerollte Auto jetzt aus

Der Wagen war in der der Hafenmündung entdeckt worden. Dort wurde er nun mit Hilfe eines auf Unterwasser-Arbeiten spezialisierten Schiffs geborgen und schließlich abtransportiert:

Auto rollt von Kanaren-Fähre: Ursachenforschung beendet

Autos, die lange Zeit unter Wasser standen, weisen meist nachhaltige technische Defekte auf. Das wird voraussichtlich auch für den Geländewagen von Matías gelten. Dennoch konnte das Fahrzeug nun von der Versicherung untersucht und eingeschätzt werden.

Die Reederei spricht in einer Stellungnahme von einer Verkettung unglücklicher Umstände, die vermieden worden wären, wenn der Wagen technisch einwandfrei funktioniert hätte. Dieser jedoch sei durch Defekte von Handbremse, Getriebe und Lenkung und nicht wie zunächst gedacht durch hohen Wellengang oder mangelhafte Sicherungsanweisungen verursacht worden.

Während sein Wagen wohl einen Totalschaden erlitt, erhielt die Familie von Matías immerhin ihre persönlichen Utensilien zurück. Das sind neben dem Mategefäß eine Spezialausrüstung für die Berge und das Reise-Gepäck der Familie, die Oster-Urlaub auf der kleinen Kanaren-Insel gemacht hatte. Matías’ ebenfalls an Bord gewesener Arbeits-Laptop dürfte die unfreiwillige Wässerung derweil nicht überlebt haben.


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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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