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So viel Pech hat der Mann, dessen Auto von der Kanaren-Fähre fiel


Das ist der Mann, dessen Auto von der Kanaren-Fähre ins Meer rollte. Es ist nicht der erste Schicksalsschlag. Trotzdem hat er seinen Humor behalten.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 4 Minuten

Beim Vulkanausbruch auf La Palma hat Matías sein Haus verloren. Und nun, bei der Überfahrt von La Gomera nach Teneriffa, auch sein Auto: Der am Oster-Wochenende meistgesuchte Mann der Kanarischen Inseln hat sich zu Wort gemeldet. Dabei zeigt er, dass er zwar schon viel verloren, seinen Humor jedoch stets behalten hat.

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Matías ist mir seiner Familie am Karsamstag auf eine Kanaren-Fähre der Reederei Fred Olsen gefahren. Kurz nach dem Ablegen auf La Gomera sah er seinen Wagen untergehen. “Als ich das Auto treiben sah, hatte ich keinen Zweifel, dass es meins war. Es war ein sehr großer und limitierter 4×4”, sagt der Kanario.

Mit solchen Gefühlen kennt sich Matías aus. Denn schon 2021 fühlte er sich ähnlich. Damals brach der Vulkan am Cumbre Vieja auf La Palma aus. Bei dem Vulkanausbruch verlor Matías sein Haus im Aridane-Tal. Mit so viel Humor nimmt der Mann sein neuerliches Schicksal:

Kanaren: Mann verliert Haus bei Vulkanausbruch und Auto von Fähre

“Jetzt habe ich ein Haus unter der Lava und ein Auto auf dem Meeresgrund”, sagt Matías Cope scherzhaft und ergänzt: “Außer einem Lottogewinn bekomme ich alles.” Immerhin Gold hat er. Allerdings nur auf seinem Fähr-Ticket. Als Vielfahrer hat sich Matías diesen Status erfahren. Und der wurde ihm nun zum Verhängnis.

Denn der Kanario darf als Gold-Kunde als einer der ersten das Schiff verlassen. Diesmal jedoch rollte sein wagen deutlich zu früh vom Schiff. Nämlich schon kurz nach dem Ablegen der Fähre aus dem Hafen auf La Gomera. Während Matías mit seiner Familie in Richtung Los Cristianos im Süden Teneriffas steuerte, fuhr der Wagen von der Fähre und landete nahe dem Wellenbrecher von San Sebastián de La Gomera im Meer.

@lahiibrida Cae un coche del barco fred olsen en Canarias 🇮🇨🚢🤦‍♀️ #fredolsen #coche #viral #lahibrida #canarias #lagomera ♬ sonido original – Lahibrida

“Früher hatte ich ein Auto, jetzt ein U-Boot”, scherzt der Besitzer des von der Kanaren-Fähre gerollten Wagens. Das Problem: An dieses “U-Boot” wird er so schnell nicht mehr herankommen. Denn auch wenn es noch einige Zeit an der Meeresoberfläche trieb, so ist der Wagen schließlich untergegangen.

Kanaren-Fähre verliert Auto: Das war an Bord

Als ihm klar wurde, dass er soeben sein Auto verloren habe, alarmierte er die Besatzung. Der Kapitän sei schockiert gewesen. “Ich musste ihn sogar beruhigen, denn alles war alles ziemlich schwer zu verstehen”, sagt der Betroffene. Auch seine Kinder hätten geweint. Während er sonst geschäftlich reist, war es diesmal eine private Reise mit der gesamten Familie.

Er selbst habe als Erstes an seine Hunde gedacht. Als ihm bewusst wurde, dass sie auf La Palma geblieben und somit außer Gefahr sind, waren ihm die Habseligkeiten an Bord zunächst egal. Er trauere lediglich einem Mate-Gefäß nach, das einst seinem Urgroßvater gehörte. Die übrigen Besitztümer, wie ein Arbeits-Laptop und Spezialkleidung, seien ersetzbar. Und darum wolle sich Fred Olsen kümmern.

Auto rollt von Kanaren-Fähre, Reederei reagiert besonnen

Von der Reederei habe er sich gut behandelt gefühlt. Das liegt auch am Gold-Status des Geschäftsmannes. Denn er habe durch regelmäßige berufliche Reisen inzwischen ein “vertrautes” Verhältnis zur Besatzung.

“Ich war einer der Letzten, damit ich als Erster abfahren kann”, sagt Matías. “Ich habe die Anweisungen des Personals befolgt”, erinnert er sich, bevor er diesen Teil nochmal ausschmückt: “In den letzten Stunden wurde so viel Unsinn erzählt”, sagt der Betroffene. Daher habe er sich dazu entschieden ein einziges Interview zum Thema zu geben. Cope erzählte er dabei, dass er “ein für alle Mal klarstellen” wollte, “dass ich das Protokoll befolgt habe, das mir von den Angestellten vorgegeben wurde”.

Er kenne die Strecke gut und habe Routine beim Abstellen des Autos. Das Problem sei weder sein noch das Versagen der Besatzung. Entsprechend gut habe die Reederei reagiert und ihn und seine Familie behandelt.

Man habe ihnen “kein einziges Problem bereitet, als es darum ging, eine Lösung zu finden”. Im Gegenteil. Drei Verantwortliche hätten am Samstagabend im Süden von Teneriffa auf ihn gewartet, um einen Ersatzwagen zu organisieren. Zudem habe man Hilfe angeboten, um alle Probleme aus der Welt zu schaffen.

Um keine weiteren Spekulationen entstehen zu lassen, äußerte sich die Reederei bisher nur spärlich. Man wolle den Vorfall zunächst intern aufklären. Frühestens nach Abschluss dieser Ermittlungen werde man sich öffentlich äußern, hieß es knapp.


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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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