Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura werden in Corona-Alarmstufe drei versetzt


Drei der Kanarischen Inseln treiben weiter die Corona-Zahlen des Archipels an. Die Regierung reagierte nun mit verstärkten Vorsorge-Maßnahmen. Die Inseln verlieren mindestens über die Oster-Tage einige Privilegien. Diese neuen Maßnahmen sind bereits bekannt.

Lesedauer: 3 Min.

Es war ein Versuch, die am stärksten vom Corona-Virus betroffenen Kanaren-Inseln nicht wieder in die dritte Corona-Warnstufe zurückzuschicken. Doch der Test schlug fehl. Teneriffa, Fuerteventura und Gran Canaria bekommen die Pandemie weiterhin nicht in den Griff. Und so werden sie ab Montag in die dritte Warnstufe zurückgeschickt.

Das Ampelsystem sah ursprünglich „grüne“, „gelbe“ und „rote“ Inseln vor. Zwischenzeitlich musste eine vierte Stufe eingeführt werden. Es galt als großer Erfolg, als alle Kanarischen Inseln mindestens den gelben Status erreichten. Als dann die Werte schlechter wurden, erweiterten die Verantwortlichen die zweite Stufe sogar um schärfere Maßnahmen, damit keine Insel in den roten Bereich zurückversetzt werden musste. Doch das ist nun vorbei.

Teneriffa galt in den vergangenen Tagen als heißer Kandidat, wieder in Stufe drei geschickt zu werden. Fuerteventura musste sogar mit einer Rückversetzung in die vierte Stufe rechnen. So schlecht waren insbesondere Werte wie die Belegungsquote der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten oder die kumulative Inzidenz (CI) bei den Über-65-Jährigen.

Gran Canaria hingegen wies Zahlen auf, die einen Verbleib zumindest in der erweiterten zweiten Stufe gerechtfertigt hätten. Doch die Verantwortlichen kehren nun zum ursprünglichen Stufen-System zurück. Und bei dieser Betrachtung ist eine Versetzung aller Inseln in die dritte Warnstufe nachvollziehbar.

Gesundheitsminister Blas Trujillo erklärte die neue Einstufung ab Montag. Sie sieht vor, dass La Gomera, La Palma und El Hierro in der ersten Warnstufe (grün) verbleiben. Lanzarote und La Graciosa bleiben in der zweiten Warnstufe (gelb) und Teneriffa, Fuerteventura sowie Gran Canaria werden in die dritte Stufe (rot) zurückversetzt.

Kanarische Inseln haben insgesamt moderate Corona-Werte

Zur Einstufung für Reisewarnungen in anderen Ländern werden die Kanarischen Inseln weiterhin als Ganzes betrachtet. Die Region weist insgesamt ein mittleres Risiko auf. Dennoch entwickelt sich die Pandemie grundverschieden. So ist es sogar denkbar, dass Lanzarote und La Graciosa schon bald ebenfalls in die grüne Stufe eins versetzt werden. Damit würde es dann ausschließlich „grüne“ und „rote“ Inseln geben und die Zwischenstufe entfällt.

Teneriffa und Fuerteventura melden in den vergangenen zwei Wochen kontinuierlich steigende Werte. Auf beiden Inseln sind die besonders gefährdeten Über-65-Jährigen stark betroffen. Gran Canaria hingegen meldet weniger neue Corona-Fälle und eine etwas niedrigere CI. Dennoch bestand Trujillo auf den allgemeinen Trend der Insel als Grund für die Rückstufung.

Erleichterungen bei Corona-Regeln für Kanaren-Inseln in Stufe drei

Im Gegenzug kündigte der Gesundheitsminister an, dass einige, tendenziell weniger bedenkliche Aspekte gelockert werden könnten. So sei beispielsweise ein Lieferdienst für Speisen auch bis Mitternacht denkbar. Bisher gilt eine Beschränkung ab 22 Uhr. Auch Fitness-Studios könnten mit einer Kapazität von einem Drittel betrieben werden – so lang Abstände von mindestens zwei Metern eingehalten würden. Ebenso sei denkbar, den Besuch von Gesundheitszentren unter bestimmten Umständen zu erlauben.

Bereits jetzt steht fest, dass ab Montagmorgen bis zum 26. März spezielle Osterbestimmungen angewendet werden. Dazu zählt unter anderem, dass Inseln in der ersten Stufe eine Ausgangssperre ab Mitternacht einhalten müssen. Es dürfen maximal zehn Personen zusammenkommen. In der Gastronomie gilt im Freien die selbe Beschränkung. Im Innenbereich dürfen bis zu sechs Personen an einem Tisch sitzen, an der Bar sind es vier.

In der zweiten Warnstufe beginnt die Ausgangssperre um 23 Uhr. Es dürfen maximal sechs Personen zusammenkommen. Gleiches gilt für die Terrassen von Bars und Restaurants. In Innenräumen sind es vier und zwei an der Bar.

In Warnstufe drei wird die Ausgangssperre um 22:00 Uhr aufrechterhalten. Die maximale Kapazität auf Restaurant-Terrassen beträgt vier Personen. Im Innenbereich ist die Bewirtung komplett untersagt.

Die genauen Neuerungen werden in einem Dekret geregelt, das am Wochenende erwartet wird. Die genauen Regelungen finden Sie dann in unserer Übersicht für alle Inseln. Derzeit gelten noch die bestehenden Bestimmungen. Diese finden Sie stets aktuell über den nachfolgenden Link:

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Über den Autor
Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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