Unwetter auf den Kanaren: 21,4 Mio. Euro Schaden in Telde

Erste Schätzungen waren von rund acht Millionen Euro Schaden ausgegangen. Nun liegt der vorläufige Bericht der Stadt Telde vor. Demnach entstand allein in der Gemeinde auf Gran Canaria ein Schaden von rund 21,4 Millionen Euro. Die Herbst-Unwetter hatten die Stadt im Osten der Ferieninsel am stärksten getroffen.

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Die Unwetter der vergangenen Woche gelten in einigen Teilen der Kanaren als die heftigsten der vergangenen Jahre. In Telde auf Gran Canaria wurden binnen weniger Stunden mehr als 110 Liter Regenwasser pro Quadratmeter gemessen. Sturzbäche und Erdrutsche waren die Folge. Die Zerstörung wurde schnell auf rund acht Millionen Euro geschätzt.

Herbst-Unwetter: Madrid soll Kanarischen Inseln helfen

Inzwischen liegt der vorläufige Schadensbericht für die Gemeinde im Osten der Ferieninsel vor. Demnach werden allein die durch das Unwetter erzeugten Schäden an Schulen auf rund 8,1 Millionen Euro geschätzt. Die Beseitigung von Schäden an der Infrastruktur – dazu zählen Straßen, Leitungen und weitere Versorgungseinrichtungen – sollen noch einmal etwa 7,1 Millionen Euro verschlingen. Die Strände müssten demnach für weitere 1,9 Millionen Euro saniert werden. Die übrigen Gelder würden für weitere Reparaturen benötigt. Schäden an Privateigentum seien in dieser Rechnung noch gar nicht berücksichtigt, hieß es.

Die Bürgermeisterin von Telde, Carmen Hernández, erklärte, dass die Stadt selbst nichtmal über die Hälfte der benötigten Gelder verfüge und bat die Politiker der übrigen Kanarischen Inseln sowie die Regierung in Madrid um Solidarität und finanzielle Unterstützung.

Tödlicher Unfall auf Teneriffa

Derweil haben auch die anderen Gemeinden auf den Kanarischen Inseln mit den Auswirkungen der Herbst-Unwetter zu kämpfen. Kanarenweit wurden dutzende Erdrutsche gemeldet. Ein tödlicher Unfall im Barranco del Infierno, der „Höllenschlucht“ in der Gemeinde Adeje auf Teneriffa, wird nach vorläufigen Erkenntnissen ebenfalls auf die extremen Regenfälle zurückgeführt. Dort war am Montag eine 62-Jährige aus Deutschland bei einem Erdrutsch tödlich verletzt worden. Für die Zeit der Ermittlungen wurde der Barranco gesperrt.

Unterdessen wird auch in den übrigen Teilen der Kanaren weiter aufgeräumt. Die Wassermassen hatten Unmengen Geröll und auch illegal abgeladenen Sperrmüll an die Küsten gespült. Teilweise wurden ganze Küstenstriche von den Sturzbächen verwüstet.

Die Strände und weitere touristische Einrichtungen sollen unter Hochdruck wiederhergestellt werden. Im November zieht der Winter-Tourismus allmählich an, bevor dann in der Adventszeit und rund um die Feiertage der Höhepunkt der Wintersaison erreicht wird. Erklärtes Ziel sei es, die Spuren bis dahin wieder vollständig beseitigt zu haben.

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Veröffentlicht in: Kanaren, Aktuelle Nachrichten, Teneriffa

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