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Deutschland gewinnt bei Unterwasservideo-WM auf Teneriffa


Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Wenige Wochen nach dem großen Triumph der Fußballer darf Deutschland erneut einen WM-Sieg feiern. Zwar ist die Sportart bedeutend unbekannter, dennoch steht am Ende ein weiterer WM-Titel für Deutschland im Jahr 2014 fest: Bei der Weltmeisterschaft der Unterwasservideos setzte sich das deutsche Team auf Teneriffa gegen die starke internationale Konkurrenz durch.

Den Titel sicherte sich das vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) ins Rennen geschickte Team um die in Cottbus geborene Katja Kieslich und ihren Ehemann Frank Pastors. Die Wahl-Düsseldorferin war ohne große Ambitionen zu der Weltmeisterschaft vor der Küste von Las Galletas und Arona im Süden Teneriffas gereist. Trotz ihres bescheidenen Antritts reckte Kieslich am Ende die WM-Trophäe in die Höhe.

Kieslich: WM-Titel “ist für uns ein Traum”

Bei der Unterwasservideo-WM waren acht Nationalteams gegeneinander angetreten. In drei Tauchgängen von jeweils bis zu 90 Minuten Länge wurde Videomaterial gesammelt. Die Unterwasservideos dürfen maximal zu 15 Prozent aus Material von oberhalb der Wasseroberfläche bestehen und haben am Ende eine Länge von drei bis sechs Minuten.

“Für uns persönlich ist ein Traum in Erfüllung gegangen”, sagte Kieslich nach der Siegerehrung. Die 41-Jährige hatte ihre Leidenschaft durch Zufall im Urlaub entdeckt. Als Spätberufene sicherte sie sich im Jahr 2010 bei den internationalen offenen Deutschen-Meisterschaften als Einsteigerin den Sieg. Anschließend begann die Blitz-Karriere der Verwaltungsangestellten.

Unterwasservideo-WM auf Teneriffa: Deutscher Sieg trotz großer Nachteile

Das Equipment von Kieslich und Pastors hat einen Wert von etwa 7000 Euro. Einige Konkurrenten dagegen gingen mit Geräten im Gegenwert einer Mittelklasselimousine ins Rennen. Und auch in Sachen Training war das deutsche Team alles andere als bevorteilt. Meeresströmungen machen die Aufnahmen besonders schwierig. Immer wieder verwackeln dadurch die Bilder. Während einige Konkurrenten, wie beispielsweise die Favoriten aus Spanien, unter realen Bedingungen trainieren konnten, bereitete sich das deutsche Team in verschiedenen Seen vor. Dennoch überzeugte am Ende Kieslichs Kurzfilm mit dem Titel “Odysseus” die Jury.

Gefeiert wurde jedoch nur kurz: Schon am nächsten Tag ging es für das Weltmeister-Team zurück nach Düsseldorf – natürlich mit der WM-Trophäe im Gepäck.

Das Weltmeister-Video finden Sie hier:


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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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