Corona-Anstieg: Nächtliche Ausgangssperre auf Teneriffa seit Samstag


Als Reaktion auf die weiter steigenden Corona-Zahlen hat die kanarische Regierung unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre für Teneriffa verhängt. Damit soll die Pandemie auf der größten der Kanarischen Inseln endlich in den Griff bekommen werden. Bisher gab es keine größeren Zwischenfälle.

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Die kumulative Inzidenz (CI) auf Teneriffa ist Ende vergangener Woche innerhalb von 48 Stunden um fast zehn Punkte angestiegen. Dadurch schnellte auch der Wert des gesamten Archipels binnen kürzester Zeit in die Höhe. In der Folge herrscht nun Sorge vor erneuten Restriktionen anderer Länder. Die Regierung der Kanarischen Inseln reagierte und gab deutliche Maßnahmen aus.

Der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, kündigte am Freitag an, dass es im Kampf gegen das Corona-Virus bereits ab Samstagabend für eine Woche nächtliche Ausgangssperren auf Teneriffa geben werde. Diese sehen vor, dass das Haus zwischen 23 und 6 Uhr nicht verlassen werden darf.

Zudem wurde die maximale Teilnehmerzahl für private Treffen auf vier reduziert. Teneriffa hatte bereits zuvor wegen der hohen Infektionszahlen eine Sonderregelung verpasst bekommen. Erlaubt waren bisher maximal sechs Personen. Auf den anderen Inseln bleibt die Obergrenze von acht Personen bestehen.

Zudem wurde auch die maximale Zahl von Personen am Tisch in Restaurants und Bars auf vier festgelegt. Die Sperrstunde beginnt wie bereits zuvor um 23 Uhr. Auch das Rauchverbot in Bars und Restaurants sowie auf deren Terrassen und im öffentlichen Raum überhaupt bleibt bestehen. Neu ist hingegen das Verbot aller nicht professionellen Sportveranstaltungen für 14 Tage.

Neue Corona-Maßnahmen für Teneriffa greifen seit Samstag

Die Maßnahmen sind auch im kanarischen Amtsblatt, dem BOC, veröffentlicht worden, damit sie offizielle Gültigkeit erlangen. Torres räumte ein, dass es sich um „drastische Maßnahmen“ handle. Diese seien mit Blick auf die Weihnachtstage, wenn die Familien zusammenkommen, jedoch unverzichtbar.

Dennoch seien die Entscheidungen ausdrücklich „nicht gegen irgendjemanden“ getroffen worden, sondern „weil die Situation uns dazu zwingt“. Der Präsident bat die Vertreter der Wirtschaftssektoren um Verständnis. Zudem appellierte er an das Verantwortungsbewusstsein der Öffentlichkeit, diese Beschränkungen nicht zu übergehen. Torres sagte, er wolle nicht, dass „noch drastischeren Maßnahmen ergriffen werden müssen“, wenn sich die Situation doch weiter verschlechtern sollte.

Die Entscheidung für die verstärkten Maßnahmen sei auch mit Blick auf den Erfolg auf Gran Canaria getroffen worden. Nachdem das Corona-Virus dort im Sommer stark verbreitet war, wurden auf der Nachbarinsel ebenfalls drastischere Maßnahmen als auf den anderen Inseln des Archipels ergriffen. In der Folge sanken die Zahlen auf Gran Canaria, während sie auf Teneriffa allmählich zu steigen begannen.

Das neue Ziel sei nun, „dass wir nicht den Verlust von jemandem aufgrund von Verantwortungslosigkeit“ betrauern müssen, sagte Torres abschließend. In den ersten Tagen der neuen Verordnung habe es keine größeren Zwischenfälle gegeben, hieß es von Seiten der Behörden.

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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