Das spanische Wetteramt AEMET warnt für Sonntag mit der Stufe Orange vor Starkregen im Großraum Santa Cruz und La Laguna auf Teneriffa.
Zwischen 12 Uhr und Mitternacht können dort bis zu 30 Millimeter Regen in einer Stunde fallen, binnen zwölf Stunden bis zu 60 Millimeter. Die Wahrscheinlichkeit dafür beziffert das AEMET auf 40 bis 70 Prozent. Für den Norden Teneriffas, den Norden Gran Canarias und La Gomera gilt im selben Zeitraum die Stufe Gelb wegen Regen. Das Wetteramt rechnet dort mit bis zu 15 Millimetern pro Stunde, hält das aber nur zu zehn bis 40 Prozent für wahrscheinlich. Ab 12 Uhr warnt es auf diesen drei Inseln zudem vor Gewittern, auf Teneriffa im Norden und im Großraum Santa Cruz und La Laguna.
Auf La Palma beginnt die orange Warnung vor Regen und Gewittern bereits um Mitternacht und umfasst die ganze Insel. Auf La Palma und Teneriffa setzt sie um 6 Uhr ein. Für beide Inseln nennt das AEMET bis zu 15 Millimeter Niederschlag, gemessen als Regenmenge, die innerhalb einer Stunde zusammenkommt, bei einer Wahrscheinlichkeit von 40 bis 70 Prozent. Für Montag gibt es bereits eine Folgewarnung, die über den Großraum der Hauptstadt hinaus ganz Teneriffa erfasst.
Teneriffa: Gelbe Regenwarnung gilt am Montag inselweit
Von Mitternacht bis 17.59 Uhr gilt am Montag die Stufe Gelb wegen Regen und Gewittern für ganz Teneriffa, ganz La Palma, La Gomera und El Hierro. Die stündliche Höchstmenge setzt das AEMET mit 20 Millimetern höher an als bei den gelben Warnungen vom Sonntag, die Wahrscheinlichkeit liegt bei 40 bis 70 Prozent. Gran Canaria ist in dieser Warnung nicht enthalten. Für La Palma schließt sich damit die gelbe Regenwarnung für La Palma zeitlich nahtlos an die Sonntagswarnung an.
Im Oktober rief das AEMET an einem Donnerstag für El Hierro, den Osten von La Palma und La Gomera die Stufe Orange wegen kräftiger Schauer und möglicher Gewitter aus. Auch damals begleitete Saharastaub die Regenwarnung mit Stufe Orange auf drei Kanaren-Inseln. Einen Tag später lag starke Calima über Teneriffa und La Gomera.
Calima und Saharastaub verschlechtern die Luftqualität auf den Kanaren
Parallel zum Regen bringt der Sonntag starke Calima auf La Gomera, Teneriffa und Gran Canaria, am Montag erreicht sie auch Fuerteventura und Lanzarote. Das zeigt die Calima-Vorhersage von Teneriffa News, die auf dem Copernicus-Modell CAMS und Messungen der Europäischen Umweltagentur beruht. Den höchsten Feinstaubwert (PM10) erwartet das Modell am Montag auf Lanzarote, für das keine Regenwarnung besteht: 75 Mikrogramm pro Kubikmeter im Tagesmittel. Es folgen Teneriffa mit 74, Gran Canaria und Fuerteventura mit je 72 sowie La Gomera mit 70 Mikrogramm. Die Luftqualität gilt damit auf allen genannten Inseln als schlecht, auf Teneriffa und La Gomera fällt sie mit der Regenwarnung zusammen.
Der feine Staub reizt Augen und Atemwege. Menschen mit Asthma, anderen Atemwegs- oder Herzleiden sowie Ältere und Schwangere sollten körperliche Anstrengung im Freien meiden, geschlossene Fenster und Türen sowie reichlich Flüssigkeit verschaffen Entlastung.
In den Höhenlagen von La Palma können Regen und Gewitter Sturzfluten auslösen, die durch die Barrancos bis zur Küste hinabrauschen. In den Schluchten und an ihren Rändern ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Auf Gran Canaria überflutete Sturm Therese den Barranco de Arguineguín in Mogán.
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