Teneriffa: Junges Paar stürzt in Atlantik, 23-Jähriger bleibt vermisst


Die Felsen des Martiánez-Strandes in Puerto de la Cruz sind zugleich beliebte und gefährliche Fotokulisse auf Teneriffa. Insbesondere rund um schlechtere Wetterlagen warnen die Rote Flagge und Absperrungen sowie Rettungsschwimmer vor dem Betreten. Doch die hohen, an die künstlichen Felsen klatschenden Wellen, ziehen dennoch immer wieder Spaziergänger an. Und sogar bei gutem Wetter können die Wellen gefährlich werden. Einem jungen Mann wurde dies nun offenbar zum Verhängnis.

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Ein junges Paar hat am Samstag gegen Mittag beim Martiánez-Strand die Felsen erklommen. Plötzlich kamen beide zu Fall und benötigten Hilfe. Gegen 12 Uhr ging der entsprechende Notruf bei der 112 ein. Laut Meldung seien zwei Personen in den Atlantik gefallen. Umgehend wurden Polizei und Rettungsdienst verständigt. Ein Hubschrauber sowie zwei Boote wurden entsandt.

Die junge Frau konnte schnell lokalisiert und geborgen werden. Sie hatte bei dem Sturz lediglich leichte Verletzungen erlitten, konnte aber noch vor Ort behandelt werden. Der junge Mann hingegen wurde nicht lokalisiert.

Hubschrauber-Einsatz in Puerto de la Cruz auf Teneriffa

Mehrere Stunden kreiste der Hubschrauber über Puerto de la Cruz. Die Suche wurde schließlich auf das gesamte Gebiet zwischen dem Martiánez-Strand über den Hafen von Puerto de la Cruz bius zur Playa Jardin ausgeweitet. Auch die Boote fuhren stundenlang auf und ab. Dennoch konnte der 23-Jährige nicht aufgespürt werden.

Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche schließlich unterbrochen und am Sonntag fortgesetzt. Die Einsatzkräfte errichteten auf dem Parkplatz hinter der Plaza del Charco zur schnelleren und besseren Abstimmung sogar ein mobiles Einsatzcamp. Auch Taucher wurden hinzugezogen. Doch der junge Mann blieb verschwunden.

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Die Hoffnung, den 23-Jährigen lebend zu finden, war bereits am Sonntagabend gering. Dennoch wurde sie fortgesetzt. Am Montag gab es schließlich Gewissheit. Der junge Soldat war leblos im Wasser treibend entdeckt worden. Die Retter konnten nur noch den Tod des 23-Jährigen feststellen.

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Puerto de la Cruz: Besonders bei hohen Wellen ist der Atlantik ein gefährlicher Anziehungspunkt

Immer wieder kommt es insbesondere auf der großen Mauer in Puerto de la Cruz zu Zwischenfällen. Aus diesem Grund wurden schon vor Jahren Schilder errichtet, die vor den Gefahren des Atlantiks warnen. Dennoch unterschätzen ihn viele Besucher immer wieder, wie nicht zuletzt das folgende Beispiel zeigt:

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