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Fuerteventura enteignet 84 Grundstück-Besitzer für Flughafen-Autobahn

Die Besitzer von 84 Grundstücken auf Fuerteventura haben unangenehme Post erhalten. Sie werden enteignet. Das ist der Grund.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Für den Bau einer Schnellstraße zwischen Flughafen Fuerteventura und Pozo Negro werden 84 Grundstücksbesitzer enteignet, Einspruchsfrist beträgt 20 Tage ab 13. Oktober
  • Das 216-Millionen-Euro-Projekt mit fünfjähriger Bauzeit umfasst vier Anschlussstellen, den ersten Straßentunnel der Insel (1,2 km) sowie eine 190 Meter lange Brücke über die Torre-Schlucht
  • Betroffene müssen Grundstückspläne persönlich in Rathäusern auf Fuerteventura oder im Ministerium auf Gran Canaria abholen
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Wer vom Flughafen Fuerteventura in südliche Richtung muss, fährt derzeit mitunter Umwege. Deshalb wird zwischen dem Airport und der Kreuzung Pozo Negro eine Schnellstraße gebaut. Das Problem: Sie führt mitten durch privaten Grund.

Die Insel-Verwaltung kündigte die Enteignung von 84 Grundstücksbesitzern an. Mitgeteilt wird das unter anderem über das Amtsblatt der Kanarischen Inseln (BOC). Dafür soll unter anderem der erste Tunnel der Insel entstehen. Wer Einspruch einlegen möchte, hat dafür nur 20 Tage Zeit – rückwirkend ab dem 13. Oktober.

Beschwerden müssen mit Grundstücksplänen eingereicht werden. Diese wiederum müssen die Besitzer selbst abholen. Dafür stehen ihnen werktags Mitarbeitende in den Rathäusern von Antigua und Puerto del Rosario zur Verfügung. Alternativ auch die Abteilung für Enteignung im Ministerium für öffentliche Arbeiten. Das Problem: Dafür müssten die derzeit noch rechtmäßigen Besitzer der Grundstücke nach Gran Canaria reisen und in der dortigen Hauptstadt vorsprechen.

Erster Tunnel auf Fuerteventura geplant

Der dort zuständige Minister Pablo Rodríguez unterzeichnete im September die letzten Unterlagen, um mit dem Bau zu beginnen. Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

Es sieht vor, 216 Millionen Euro zu investieren. Die Höhe der Kosten ist auch in einem Tunnel begründet. Der erste explizite Auto-Tunnel Fuerteventuras überhaupt hat eine Länge von 1,2 Kilometern. Er soll die Tierwelt vor Lärm und Zusammenstößen schützen.

Autobahnbrücke durch Barranco de la Torre

Im Rahmen des Projekts werden vier Anschlussstellen gebaut. Die erste befindet sich am Flughafen von Fuerteventura. Es folgen die Anschlussstellen El Castillo an die Autobahn FV-413, so dass Urlauber nach Caleta de Fuste, Triquivijate und Antigua gelangen, und Las Salinas für die Anbindung der FV-2. Die vierte Anschlussstelle wird dann der Kreisverkehr von Pozo Negro sein, der die FV-50 verbindet.

Neben der Enteignung für den Bau der Straße und den Tunnelbau sind weitere Maßnahmen geplant. So soll auch ein Viadukt entstehen. Geplant ist der Bau einer 190 Meter langen Brücke über die Torre-Schlucht. Zudem sind eine Überführung bei Las Salinas und drei Unterführungen für die Anschlussstellen geplant.


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Über den Autor

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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