Gran Canaria: Zugang zum Roque Nublo soll beschränkt werden


Er ist Wahrzeichen und zieht jedes Jahr Tausende Besucher an. Das kann sich bald ändern. Aus Gründen des Umweltschutzes.

Lesedauer: 3 Min.

Bei Besuchern auf Gran Canaria steht der Roque Nublo und die umliegende Landschaft hoch im Kurs. Der in der Gemeinde Tejeda gelegene Fels gilt als einer der größten natürlichen weltweit. Er ist Wahrzeichen der Insel und von großer Bedeutung für ihre Bewohner. Und deshalb soll er künftig besser geschützt werden.

Der etwa 80 Meter hohe Felsen liegt in 1813 Metern über dem Meeresspiegel. Nur der Pico de Las Nieves ist mit seinen 1949 Metern über dem Meeresspiegel höher. Heute ist bekannt: Der Fels war Kultstätte der Ureinwohner Gran Canarias. 1987 wurde seine Umgebung zum Naturschutzgebiet erklärt. Sieben Jahre später wurde sie dann zum Landschaftspark ernannt.

Die Inselverwaltung möchte den Roque Nublo und seine umliegende Landschaft nun besser schützen. Dafür untersucht das Cabildo die Einrichtung eines öffentlichen Beförderungsdienstes. Das Ziel: Mehr Einfluss auf die täglichen Besuche dieses, für die Einwohner Gran Canarias wichtigen Ortes.

Um den Roque Nublo künftig besuchen zu können, soll daher ein Bus-Shuttle eingesetzt werden. Der Parkplatz soll dann nur noch für Busse und Menschen mit eingeschränkter Bewegung nutzbar sein. Diese Maßnahme zeigt bereits auf Teneriffa Wirkung. Dort war der Zugang zur Punta Teno nach ähnlichem Muster beschränkt worden.

Umweltschutz: Gran Canaria will Zufahrt zum Roque Nublo beschränken

Die Einführung einer solchen Bus-Linie ist Teil eines Maßnahmenpakets des Umweltministeriums. Es hat im Rahmen einer Studie Alternativen erarbeitet, der aktuell schwierigen Park- und Verkehrssituation gerecht zu werden und gleichzeitig den Besucherzustrom regulieren zu können.

Vor der Krise hatten bis zu 2000 Menschen täglich den Roque Nublo besucht. Inzwischen ist die Zahl auf bis zu 1800 gesunken. Dennoch ist das Aufkommen weiter zu hoch, um das Gebiet dauerhaft vor zu großen Einflüssen durch den Menschen zu schützen.

Roque Nublo auf Gran Canaria: Feuerwehr wird von parkenden Touristen behindert

Viele der Besucher stellen ihr Auto in Degollada de La Goleta ab. Der dortige Parkplatz liegt gleich gegenüber dem Weg, der zum Roque Nublo führt. Da die Abstellfläche dem heutigen Besucheraufkommen nicht mehr gerecht wird, stehen die Wagen in zweiter Reihe und auch um die eigentlichen Parkflächen herum. Das wiederum erschwert den Verkehrsfluss und behindert nebenbei auch Rettungseinsätze von Krankenwagen und Feuerwehr.

José Armengol, Leiter des verantwortlichen Risco-Caído-Instituts, bestätigt Überlegungen zur Schaffung einer Bus-Verbindung. Er setzt sich mit seinen Mitarbeitenden für eine Art Ringlinie ein, die Besucher beispielsweise über Tejeda, Ayacata, Artenara, Cruz de Tejeda sowie weitere Städte und wichtige Punkte auf der den Roque Nuble umgebenden Runde durch den Landschaftspark fährt.

Umbau-Ideen sehen auch mehr Toiletten am Roque Nublo vor

Eine Studie schätzt, dass die Fahrt von einem Ende der Strecke, über das Naturdenkmal, bis zum anderen Ende 45 bis 60 Minuten dauern wird. Außerdem wird über weitere Einrichtungen für Touristen und auch über die Installation von Sanitär-Einrichtungen diskutiert.

Ob und wann die neue Bus-Linie zum Roque Nublo eingeführt wird, bleibt abzuwarten. Derzeit tragen die Verantwortlichen alle Ideen zusammen. Im Anschluss sollen diese bewertet sowie deren Machbarkeit geprüft werden.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zuhause und schreibt bereits seit vielen Jahren unter anderem über die Inseln.

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