Organspende: In Rumänien verstorbene Familie aus Gran Canaria rettet mehrere Leben


Die bei einem schweren Unfall in Rumänien verstorbene Familie aus Gran Canaria wird andere Leben retten. Der Unfallfahrer wurde unterdessen festgenommen.

Lesedauer: 2 Minuten

Die Angehörigen der ums Leben gekommenen Familie haben die Organe der Verstorbenen freigegeben. Man wolle damit andere Leben retten, ließ die Familie über die Universität mitteilen. Die Verunglückten waren bei einem schweren Autounfall in Rumänien getötet worden.

„Trotz des Unglücks“, sagte ein Sprecher der Universität von Sibiu, wolle man so „mehrere Leben retten“. Die ältere Tochter Alicia war im Rahmen des Erasmus-Programms von der Universität Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) nach Rumänien gegangen. Die Familie war zu Besuch, als sie in einen Autounfall verwickelt wurde.

Unterdessen hat die Polizei einen 63-Jährigen festgenommen. Der Mann soll der Fahrer des BMW gewesen sein, der den tödlichen Unfall verursachte. Der Mann wurde der Staatsanwaltschaft Rumäniens übergeben.

Getötete Familie aus Gran Canaria soll gemeinsam ausgeflogen werden

Die Familie hatte darum gebeten, dass die Verunglückten gemeinsam überführt werden. Da die Autopsie der 15 Jahre alten Tochter länger andauerte, nachdem die Ärzte zunächst noch mehrere Tage um ihr leben gekämpft hatten, sind die sterblichen Überreste inzwischen für die Reise auf die Kanaren vorbereitet worden.

Die Universität teilte mit, dass die Verstorbenen erst am Montag von Bukarest nach Griechenland gebracht werden können. Von dort aus geht es weiter nach Madrid. Der Weiterflug nach Gran Canaria werde derzeit noch organisiert, hieß es.


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Internationales Ärzte-Team bereitet Organspenden vor

Laut rumänischen Medienangaben seien die Organe von einem internationalen Ärzte-Team entnommen worden. Die Mediziner aus Rumänien, Deutschland und der Schweiz wollen so mehrere Leben retten, hieß es.

Der Vizerektor für internationale Projekte der ULPGC, Jin Taira, war kurze Zeit nach der Tragödie nach Rumänien gereist. Von dort lobte er die Entscheidung der Familie. Sie sei in diesen tragischen Stunden für die Verwandten „mehr als lobenswert“.

Mutmaßlicher Unfallfahrer sitzt in Rumänien in Untersuchungshaft

Der Unfall hatte sich auf der Nationalstraße ereignet, die die Universitätsstadt mit der Hauptstadt Bukarest und der Grenze zu Ungarn verbindet. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte der Fahrer des anderen Wagens ein Überholverbot missachtet und den Unfall so ausgelöst.

Ein Polizeisprecher kündigte an, dass der mutmaßliche Unfallverursacher für mindestens 30 Tage in Untersuchungshaft bleiben werde. In dieser Zeit würden die Ermittlungen durchgeführt. Weiter hieß es, dass der Mann „das volle Gewicht des Gesetzes spüren wird“. Die Staatsanwaltschaft ermittle nicht wegen eines Unfalls, sondern wegen eines Tötungsdelikts.

Die Eltern waren bei dem Unfall umgehend getötet worden. Die ältere Schwester verstarb wenig später im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus. Die jüngste Tochter lag zunächst noch mehrere Tage im Koma, dann erlag auch sie ihren schweren Verletzungen.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zuhause und schreibt bereits seit vielen Jahren unter anderem über die Inseln.

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