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Montag, 8. Juni 2026
Kanaren

Abwasser: EU verurteilt Spanien – Teneriffa ist Hauptproblem

Teneriffa gilt als größtes Sorgenkind beim Thema Abwasser in Spanien. Die EU hat das Land jetzt verurteilt. Das sind die Gründe.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die EU hat Spanien wegen Verstößen gegen Abwasser-Standards verurteilt, insbesondere Teneriffa mit zwölf problematischen Einleitungspunkten wird kritisiert.
  • Brüssel bemängelt landesweit 29 Gebiete, in denen Abwasser ungeklärt ins Meer geleitet wird, sowie fehlende Überwachung an vielen Stellen.
  • Teneriffas Inselverwaltung weist die Verantwortung zurück und verweist auf Fortschritte seit 2021 sowie fehlende Investitionen anderer Stellen.
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Eine Strafe gibt es noch nicht, wohl aber ein Urteil: Die EU hat entschieden, dass Spanien gegen grundlegende Abwasser-Standards verstößt. Insbesondere Teneriffa ist den europäischen Gesetzeshütern ein Dorn im Auge.

Die Abwasserprobleme auf den Kanaren nehmen zu. Genau wie die Touristenzahlen auf dem Archipel steigen die Meldungen über Strände, die wegen schlechter Wasserwerte gesperrt wurden. Das bleibt auch der EU nicht verborgen.

Landesweit kritisiert Brüssel 29 Gebiete, in denen Abwasser ungeklärt und damit gesetzwidrig ins Meer geleitet wird. Konkret benannt wird Teneriffa. Denn dort liegen zwölf der kritisierte Einleitungspunkte.

Teneriffa und das Abwasser

In Brüssel startete im Jahr 2021 alles mit einer formellen Warnung. Der Grund: Verbesserungen an den Abwasser-Einleitungspunkten wurden zwar umgesetzt, längst jedoch nicht ausreichend Maßnahmen getroffen, um die Problematik zu beseitigen.

Die Inselverwaltung Teneriffas sieht die Schuld nicht bei sich. Die Argumentation aus Santa Cruz lautet: Viele Städte seien gewachsen, die Abwasser-Infrastruktur hingegen nicht. Laut Cabildo hätte investiert werden müssen – jedoch nicht von der Inselverwaltung.

Außerdem sei für die Bewertung der Ist-Situation das Jahr 2020 als Ausgangspunkt herangezogen worden. Dies sei falsch, da man seit der ersten Verwarnung einiges unternommen habe. Inzwischen verfüge die Insel über die höchsten Abwasserstandards aller Zeiten.

„Der Großteil der notwendigen Infrastruktur ist fertiggestellt, befindet sich im Bau oder zumindest die Finanzierung ist gesichert“, heißt es aus Santa Cruz. Dies sei ein klares Zeichen, dass man „die Lösung vorantreibt“.

EU kritisiert zwölf Abwasser-Punkte auf Teneriffa

Unterdessen kritisiert die EU die Abwasserpunkte von Acorán, Adeje-Arona, Añaza, Candelaria-Casco, Candelaria-Punta Larga, Golf del Sur, Guía de Isora Litoral, La Esperanza-La Laguna Sur-Santa Cruz-Valles (La Laguna, El Rosario, Santa Cruz) und Puerto de Santiago-Playa. Sie alle würden gegen Artikel 3 verstoßen.

Gar keine städtischen Abwassersammelsysteme gebe es zudem in La Arena, San Isidro-Litoral, Sueño Azul und Valle de la Orotava. Zudem kritisiert Brüssel, dass Spanien seine Abwassereinleitungen ins Meer an vielen Punkten nicht überwache.

Aus Santa Cruz heißt es in einer ersten Reaktion, dass man „weder die zuständige Behörde noch die Ursache des Problems“ sei. Mit Blick auf die Zuständigkeit für den Wasserrat Teneriffas, kurz CIATF, sowie die Wasserwirtschaftsplanung dürfte diese Lesart in Brüssel kaum auf Zustimmung stoßen.

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