Calima bringt Waldbrände und Zerstörung auf die Kanaren


Lesedauer: 2 Min.

Die Calima hat auf den Kanarischen Inseln Zerstörung und tonnenweise Staub hinterlassen. Mit dem Sandsturm gingen mehrere Waldbrände einher. Schüler haben am Montag keinen Unterricht, Fähren stellten den Betrieb ein. Immerhin der Flugverkehr wurde teilweise wieder aufgenommen. Die Einzelheiten.

Während eine Delegation aus Teneriffa in Düsseldorf den Karneval feiert, herrscht in der Heimat Ausnahmezustand: Ein Sandsturm aus Afrika hat den gesamten Archipel am Wochenende lahmgelegt.

Mehr als 360 Flüge mussten gestrichen werden oder starteten erst mit starker Verspätung. Nach Angaben des spanischen Verkehrsministeriums waren 12.000 bis 14.000 Passagiere betroffen. Auch am Montag herrscht an den Flughäfen weiter Ausnahmezustand. Viele Passagiere sitzen noch immer fest.

Kanaren: Sandsturm mit Geschwindigkeiten von bis zu 163 km/h

Auch die norwegische Reederei Fred Olsen, die zwischen den einzelnen Kanaren-Inseln verkehrt, musste zwischenzeitlich den Betrieb auf einigen Verbindungen einstellen. Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 163 Kilometern pro Stunde hatten einen sicheren Fähr-Verkehr unmöglich gemacht. Zudem lag die Sicht stellenweise nur bei wenigen hundert Metern.

Sehen Sie jetzt:
Fotos und Videos: Calima legt die Kanaren lahm und begünstigt Waldbrände
Fotos und Videos: Calima legt die Kanaren lahm

Die Calima hatte am Samstag den kanarischen Archipel erreicht. Zunächst waren Fuerteventura und Lanzarote in dichtes orange gehüllt, dann auch Gran Canaria und Teneriffa. Sogar die ganz westlich gelegenen Inseln La Gomera, La Palma und El Hierro waren betroffen. Der spanische Verkehrsminister José Luis Abalos schrieb auf Twitter, dass sich auch Experten nicht „an so schlechtes Wetter für den Luftverkehr der Kanaren“ erinnern könnten.

Calima begünstigt Waldbrände auf Gran Canaria und Teneriffa

Die mit einer Calima einhergehende sehr trockene Luft sowie der starke Wind hatten auf den Kanaren beste Bedingungen für Waldbrände geschaffen. Im Südwesten Gran Canarias war bei Tasarte ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen wurden so stark angepeitscht, dass schon nach kurzer Zeit rund 500 Menschen in Sicherheit gebracht werden mussten. Am Sonntag waren bereits rund 320 Hektar Land verbrannt.

Auch auf Teneriffa gab es einen Flächenbrand. Im Norden, nahe dem Ort Santa Ursula, waren ebenfalls Feuer ausgebrochen. Mehrere hundert Menschen mussten ihre Häuser sicherheitshalber räumen. Auch die Nord-Autobahn TF-5 wurde gesperrt. Sogar in den Innenstädten kam es zu vielen kleinen Feuern. Mehr dazu sehen Sie hier. Personen kamen ersten Angaben der Behörden zufolge durch die Brände nicht zu Schaden.

Die Calima soll ab Montag allmählich abebben. Dennoch gibt es weiterhin staken Wind und Beeinträchtigungen. Die Aufräumarbeiten können stellenweise erst im Laufe der Woche beginnen und werden ersten Einschätzungen zufolge mehrere Wochen andauern.

Wie sich das Wetter genau entwickelt, sehen Sie in unserer aktuellen Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln. Über die nachfolgenden Links gelangen Sie direkt zu den Wetterberichten für Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria, La Gomera, El HierroLa Palma und La Grachiosa.

Lesen Sie jetzt:
Sandsturm über den Kanaren – Was ist eine Calima?
Sandsturm über den Kanaren – Was ist eine Calima?

Mehr aktuelle Nachrichten finden Sie jetzt hier.

Nicht verpassen:
Bestellen Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter und bleiben Sie stets up to date!


Über den Text

Calima bringt Waldbrände und Zerstörung auf die Kanaren

wurde veröffentlicht in: Aktuelles, El Hierro, Fuerteventura, Gran Canaria, Kanaren, La Gomera, La Graciosa, La Palma, Lanzarote, Santa Ursula, Teneriffa, Teneriffa Nord, Teneriffa Süd

Beitrag teilen:
Über den Autor
Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Mehr Infos zum Autor gibt es hier.