Impfungen ermöglichen Ende der Maskenpflicht in ganz Spanien


Die Maskenpflicht im Freien wackelt. Spaniens Regierungspräsident kündigte ein baldiges Ende an. Insbesondere das schnelle Voranschreiten bei den Impfungen macht die Lockerungen möglich.

Lesedauer: 2 Min.

„Bald“, sagt Pedro Sánchez, werde die Maskenpflicht im Freien enden. Damit hat Spaniens Regierungspräsident die Aussagen von Gesundheitssprecher Fernando Simón aus der Vorwoche bestätigt. Der Experte hatte bereits ähnliches angekündigt. Durch Sánchez‘ Aussage bekommen diese nun einen offiziellen Touch.

Der Grund für den Vorstoß liegt im Voranschreiten bei den Impfungen begründet. Laut Sánchez habe man „Geschwindigkeit“ aufgenommen. Und diese erlaube nun weitere Lockerungen.

„Vergangene Woche haben wir mehr als 3,5 Millionen Dosen verabreicht und damit unsere historische Impfkapazität, die schon sehr hoch war, nochmal überschritten.“, sagte der Ministerpräsident. Damit sei auch der gesetzte Meilenstein von 15 Millionen vollständig Geimpften „in wenigen Tagen“ erreicht, fügte Sánchez an.

Das Gesundheitsamt prüft bereits seit Wochen den besten Zeitpunkt für ein Ende der restriktiven Maßnahme. Die allgemeine Maskenpflicht auch im Freien gehört seit Monaten zu den am meisten kritisierten Bedingungen der spanischen Regierung.

Spaniens Regionen fordern Ende der Maskenpflicht im Freien

Dass diese sich mit einem konkreten Termin weiter schwer tut, liegt auch in der Diskussion über die Bedingungen begründet. Denn in bestimmten Fällen soll eine obligatorische Maskenpflicht weiter bestehen bleiben. Beispielsweise bei Menschenansammlungen oder Massenveranstaltungen.

Am Dienstag wurde das Thema in der Gesundheitskommission erneut nicht behandelt, obwohl mehrere spanische Gemeinden den Punkt auf die Agenda setzen wollten. Kataloniens Gesundheitsminister beispielsweise forderte, dass die Maskenpflicht im Freien in ein Dekret gewandelt werde, so dass es schnellere Handlungsmöglichkeiten gebe.

Auch der Amtskollege aus der Region Madrid bekräftigte, dass eine Änderung möglich sei, um „gegen Ende Juni“ aus der generellen Maskenpflicht im Freien auszusteigen.  Die Regional-Präsidentin von Navarra ging sogar einen Schritt weiter und kündigte in einem Radio-Interview an, dass die Maßnahme im Juli fallen werde: „Wir freuen uns alle darauf, unsere Maske im Freien abzunehmen.“

Spanien: Ende der Maskenpflicht auch an Stränden und in der Natur gefordert

Der Ministerpräsident der Region Valencia, Ximo Puig, sagte: „Es ist an der Zeit, neue Schritte zu gehen.“ Daher werde er die spanische Zentralregierung auch darum bitten, die Maskenpflicht an Stränden und in der freien Natur zu beenden.

Als wahrscheinlichstes Szenario gilt derzeit, dass die spanische Regierung nach Erreichen des Meilensteins von 15 Millionen vollständig Geimpften eine entsprechende Gesetzesänderung für den Juli auf den Weg bringt.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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