Kanaren melden deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit


In ganz Spanien ist der Rückgang der Erwerbslosigkeit nur in einer Region größer als auf den Kanarischen Inseln. Das ist bemerkenswert, da der Archipel normalerweise ein Arbeitslosigkeitsproblem hat.

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Den Krieg bemerkt zumindest der Arbeitsmarkt der Kanarischen Inseln nicht. Während andere Regionen auf die angespannte Situation in Europa reagieren, bleibt der Archipel offenbar davon unbeeindruckt – zumindest bei den Beschäftigungszahlen.

Die bei den Arbeitsämtern der Kanarischen Inseln gemeldeten Personen ohne festes Einkommen sind im März um 3381 zurück gegangen. Wesentlicher Treiber dieses Effekts ist der Tourismus.

Der größte Rückgang der Arbeitslosenzahlen wurde entsprechend im Hotel- und Gastgewerbe festgestellt. Dort konnten 1070 Personen mehr als noch im Februar in Lohn und Brot gebracht werden. Dahinter folgt die öffentliche Verwaltung, in der 856 Personen untergekommen sind.

Im B2B-Dienstleistungssektor wurden derweil 128 Personen mehr untergebracht als im Vormonat und 49 im Versicherungswesen.

Kanaren melden knapp 202.000 Arbeitslose

Damit liegt die Gesamtzahl der Arbeitslosen auf den Kanarischen Inseln bei 201.753 – und damit weiterhin deutlich zu hoch. Verglichen mit dem Vorjahr ist es dennoch ein großer Erfolg, da es seinerzeit noch knapp 79.000 Arbeitslose mehr waren. Der Rückgang beträgt entsprechend mehr als 28 Prozent.


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Nach Sektoren aufgeschlüsselt ist es wenig überraschend der Dienstleistungssektor, der dem Arbeitsmarkt der Kanarischen Inseln mit 62.213 weniger Arbeitslosen diesen Aufschwung ermöglicht.

Arbeitslosigkeit in Provinz Las Palmas knapp höher

In der Provinz Santa Cruz de Tenerife, die die westlichen Kanaren-Inseln umfasst, wurden 1559 Erwerbslose weniger gezählt als im Februar. Das bedeutete einen Rückgang um 1,58 Prozent. Im Vorjahr lag der Wert um 36.944 Personen höher. Dort werden aktuell 97.350 Erwerbslose geführt.

In der östlichen Provinz Las Palmas de Gran Canaria sind es derzeit 104.403 Arbeitslose. Das bedeutete einen Rückgang um 1822 Personen oder 1,72 Prozent. Im Vorjahresmonat waren es noch 41.953 Arbeitslose mehr gewesen. Der Rückgang im Vergleich zum März 2021 beträgt damit 28,67 Prozent.

Spanienweit betrachtet ging die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat um 2921 Personen zurück. Das bedeutete landesweit gesehen einen Rückgang um 0,09 Prozent. Im Vergleich der autonomen Gemeinschaften stehen lediglich die Balearen besser da.

Viel mehr unbefristete Arbeitsverträge auf den Kanaren

Die Gesamtzahl der im März unterzeichneten Arbeitsverträge beläuft sich auf 74.797. Davon waren 30 Prozent der Verträge unbefristet. Das entspricht einem Anstieg um fast 36 Prozent bei den unbefristeten und eine Zunahme um 21,4 Prozent bei den befristeten Arbeitsverträgen.

Kanaren-Präsident Ángel Víctor Torres kündigte an, dass die Arbeitslosenzahlen der Kanarischen Inseln im April unter die Marke von 200.000 Betroffenen falle. Der regionale Regierungschef betonte gleichzeitig, dass die Zahl der Sozialversicherten um knapp neun Prozent gestiegen sei. Dies, zusammen mit der Zunahme der unbefristeten Arbeitsverhältnisse, sei „eine wichtige Verbesserung, da wir der Arbeit auf den Kanarischen Inseln Qualität verleihen“.

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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