Um 21.35 Uhr am Freitagabend schlugen beim spanischen Nationalen Geographischen Institut (IGN) die Messgeräte aus. Die Erde hatte nahe El Hierro mit der Stärke 2,1 gebebt, das Epizentrum lag in 27 Kilometern Tiefe. Die Daten des Instituts werden vom Europäisch-Mediterranen Seismologischen Zentrum (EMSC) ausgewertet.
Für hiesige Verhältnisse verlief die Woche eher unruhig: Das IGN zählte auf den Kanaren in den vergangenen sieben Tagen 16 Beben, binnen der letzten 30 Tage kamen insgesamt 48 zusammen, was im Schnitt 1,6 pro Tag ergibt.
Genau ein Drittel aller Beben der vergangenen 30 Tage fällt somit auf die jüngste Woche. Bei der Stärke fiel nichts aus dem Rahmen, denn die Beben erreichten im Durchschnitt 2, und das Beben vor El Hierro liegt mit 2,1 nur knapp darüber.
Kanaren: Schwache Erdbeben gehören zum geologischen Alltag
Weil die Kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs sind, zählen schwache Erdstöße dort zum geologischen Alltag. Das IGN und das Vulkanologische Institut der Kanaren (INVOLCAN) überwachen die Aktivität fortlaufend. Eine Häufung von Beben in kurzer Zeit werten Seismologen und Geologen nicht automatisch als höhere Gefahr, sie behalten solche Phasen aber genau im Blick.
Wissenschaftler beobachten auch jenseits der Seismik den Meeresraum um die Inseln. Vor Gran Canaria machen Forscher Glasfaserkabel zu Sensoren im Ozean. Auf Teneriffa wiederum wurde im Oktober im Süden der Insel die Reaktion auf einen Vulkanausbruch geprobt, wobei Einwohner und Touristen evakuiert wurden.
Am Donnerstag um 23.15 Uhr hatte das IGN zuvor ein Beben nahe Teneriffa der Stärke 2,3 registriert, der Herd lag 20 Kilometer tief. Ebenfalls am Donnerstag, um 6.01 Uhr, bebte die Erde 50 Kilometer vor Gran Canaria mit der Stärke 2,5 in 17 Kilometern Tiefe. Am Mittwoch um 11.12 Uhr maßen die Stationen schließlich ein Beben 80 Kilometer vor Lanzarote der Stärke 2,4, dessen Epizentrum 17 Kilometer tief lag.














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