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Lapas Negras: Wer sie sammelt, macht sich auf den Kanaren strafbar

Auf den Kanaren werden oft Menschen mit Spatel und Eimer in der Nähe von Felsen gesehen. Wir erklären, was sie dort machen und warum Nachahmen strafbar sein kann.

Von Thomas Koch – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Auf Teneriffa wurde ein Mann mit 7,6 Kilo illegal gesammelter Lapa Negra erwischt – einer streng geschützten, endemischen Napfschnecke, deren Bestand stark gefährdet ist.
  • Das Sammeln der Lapa Negra ist ganzjährig verboten, dennoch wird die Delikatesse oft ohne Lizenz von Felsen abgehebelt und verkauft.
  • Gegen den Mann wurden drei Verwaltungsanzeigen erstattet: Sammeln einer geschützten Art, fehlende Lizenz und Verstoß gegen die Schonzeit.
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Lapas Negras sind Napfschnecken. Sie leben an den Felsen der Brandungszonen und werden traditionell von Hand gesammelt, lange bevor es Tourismus oder moderne Fischereigesetze gab. Gegrillt auf der Plancha, mit etwas Mojo, gelten sie bis heute als Delikatesse.

Doch was für viele ein Genuss ist, bringt eine Art an den Rand des Verschwindens: die streng geschützte Lapa negra, deren Bestand in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen ist und deren Entnahme das ganze Jahr über verboten ist. Im Gegensatz dazu steht die Lapa blanca, die weniger gefährdete Art, deren Sammeln reguliert ist und nur außerhalb der Schonzeiten erlaubt.

Vor diesem Hintergrund haben Beamte der Policía Local von Santa Cruz de Tenerife an der Escollera der Playa de Las Teresitas einen Mann gestoppt, der 7,6 Kilogramm Lapa Negra gesammelt hatte, ohne jede Lizenz und in einem Zeitraum, in dem das Marisqueo generell untersagt ist. Marisqueo bezeichnet das traditionelle Sammeln von Meeresfrüchten an der Küste, meist direkt an den Felsen und die Beamten hatten zuvor einen Hinweis erhalten.

So werden Meeresschnecken auf den Kanaren gesammelt

Um Lapas zu sammeln, werden die Tiere nicht gefangen, sondern mit einem Messer oder Spatel vom Fels abgehebelt. Es ist ein Eingriff, der nicht nur die Tiere, sondern auch das umliegende Mikrohabitat beschädigt.

Die Beamten beobachteten den Mann vom Land aus, wie er mit einer kleinen, motorlosen Hilfsbarkasse zur Felsaufschüttung hinausfuhr und dort über rund zwei Stunden Lapas sammelte, ausgerüstet mit einem Neoprenanzug und Werkzeugen. Als er später zu einem größeren Boot zurückkehrte, sich umzog und in Richtung des Gebäudes der Cofradía de Pescadores, der traditionellen Fischergilde, fuhr, griffen sie zu. Das gesamte Material wurde beschlagnahmt, versiegelt und gewogen. Der Mann hatte 7,6 Kilo streng geschützte Lapa negra gesammelt.

Gegen den Mann wurden drei Verwaltungsanzeigen erstattet: Sammeln einer streng geschützten Art (Lapa negra), Ausübung von Marisqueo ohne gültige Lizenz sowie Sammeln in einem Zeitraum, in dem das Marisqueo generell untersagt ist. Die Schonzeit betrifft zwar nur die weniger gefährdete Lapa blanca, doch die Lapa negra steht ganzjährig unter vollständigem Schutz. Der Fall wurde zusätzlich an die Fischereiaufsicht der kanarischen Regierung weitergeleitet.

Geschützte Delikatesse auf den Kanaren: Was ist Lapa Negra?

Die Lapa negra (Patella tenuis crenata) ist endemisch und kommt ausschließlich auf den Kanaren vor. Sie wächst langsam, vermehrt sich spät und reagiert empfindlich auf Über-Entnahme. Schon kleine Eingriffe können lokale Bestände gefährden. Illegales Sammeln, sei es für den Eigenverbrauch oder den Schwarzmarkt, ist einer der Hauptgründe für ihren Rückgang.

Der Vorfall bei Las Teresitas ist deshalb kein Einzelfall, sondern Teil eines Musters, das die Behörden seit Jahren beschäftigt. Immer wieder müssen sie gegen illegales Marisqueo vorgehen, da der Druck auf die Küstenressourcen steigt. Die Beamten betonen regelmäßig, dass diese Eingriffe nicht nur gesetzwidrig sind, sondern langfristig die marinen Ökosysteme der Kanaren schwächen.


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Über den Autor

Lapas Negras: Wer sie sammelt, macht sich auf den Kanaren strafbar

wurde geschrieben von:

Thomas Koch

Thomas Koch ist seit mehr als 50 Jahren Fotograf. Für Teneriffa News ist er mit der Kamera, aber auch mit Block und Stift unterwegs. Zum Autorenprofil von Thomas Koch.

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