Ölpest vor Kanaren: Erstes Leck geschlossen


Mehr als einen Monat nach dem Untergang eines russischen Fischereischiffs vor den Kanarischen Inseln konnte das erste Leck am Wrack verschlossen werden. Trotz rauer See und widrigen Bedingungen vermeldeten die Einsatzkräfte diesen Etappen-Erfolg.

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Die „Oleg Naydenov“ war Mitte April nur rund 25 Kilometer vor Gran Canaria versunken und hatte seither aus acht Lecks Öl verloren. Beim Untergang hatte der Fischerei-Trawler mehr als 1400 Tonnen Treibstoff an Bord. Die Folge waren mehrere Ölteppiche, von denen einige in Richtung der Kanaren zogen.

Tauchroboter schließen erstes Öl-Leck

Nach mehreren erfolglosen Versuchen, die Lecks zu verschließen, hatten die Verantwortlichen ein norwegisches Spezialschiff herbeigerufen. Die „Fugro Saltire“ ist mit zwei Spezial-Tauchrobotern ausgestattet und konnte nur zehn Tage nach ihrem Eintreffen das erste Leck mit einem Stahlmantel schließen.

Während der Arbeiten herrschte Wind mit einer Geschwindigkeit von rund 30 Knoten. Dieser peitschte die Wellen auf bis zu 3,5 Meter Höhe. Sobald die See ruhiger wird, rechnen die Verantwortlichen mit schnelleren Fortschritten.

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Derweil ist vor Gran Canaria ein weiterer Ölteppich gesichtet und mechanisch zerteilt worden. Während der Arbeiten wurden ein Seevogel und eine Meeresschildkröte gefunden. Beide Tiere waren mit Öl verschmiert und mussten in eine Wildtierauffangstation gebracht werden. Dort sollen beide Tiere gepflegt und später wieder ausgewildert werden.

Keine Gefahr für Teneriffa und die anderen Inseln

Von den neuerlichen Ölteppichen sei Gran Canaria nur rudimentär betroffen gewesen, hieß es. Gefahr für die übrigen Inseln bestehe unterdessen auch weiterhin nicht, teilten die Verantwortlichen mit.

Weitere Informationen zum Öl-Teppich vor den Kanarischen Inseln finden Sie in unserem News-Bereich.

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