„Sehr wahrscheinlich“: Schon Montag mehr Freiheiten für die Kanaren?


Die Regierung der Kanarischen Inseln rechnet mit einem geschlossenen Übergang in Phase zwei der Deeskalation des Alarmzustands. Zuvor hatte es Gespräche mit der spanischen Zentralregierung gegeben. Unter anderem wurde dabei geprüft, ob die medizinischen Kapazitäten der Kanaren für die Aufdeckung und Bearbeitung von Verdachtsfällen ausreicht.

„Ziemlich positiv“, lautete das zunächst knappe Fazit der Repräsentanten der Kanarischen Inseln. Das Gespräch mit Vertretern der spanischen Zentralregierung trug lediglich einen wesentlichen Agenda-Punkt, der es dafür aber in sich hatte: Die weitere Deeskalation des Alarmzustands. Das Ziel: Alle Inseln schnellstmöglich in Phase zwei bringen.

Überzeugungsarbeit in Madrid für Phase zwei auf den Kanaren

Die rund 34.000 Einwohner von La Gomera, El Hierro und La Graciosa sind bereits in ebendieser angestrebten Phase angekommen und genießen – im Vergleich zum vorherigen Status – wesentliche Freiheiten in ihrem Alltag. Nun soll der gesamte Archipel folgen. Dazu jedoch war zunächst Überzeugungsarbeit in Madrid nötig.

Entsprechend legte das Gesundheitsministerium der Kanarischen Inseln der Abteilung in der Hauptstadt alle Informationen in Bezug auf Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura und La Palma vor. Dort leben immerhin die weiteren rund 2,1 Millionen Einwohner der Kanarischen Inseln. Und die warten dringend auf die nächste Stufe.

Kanaren schon Montag in Phase zwei der Corona-Deeskalation?

Die Hoffnung der kanarischen Zentralregierung lautet, dass bereits am kommenden Montag der gesamte Archipel in Phase zwei übergehen darf. In einer Erklärung sagte der Gesundheitsminister der Kanarischen Inseln, Julio Pérez (PSOE), dass Minister Salvador Illa „die auf den Kanarischen Inseln geleistete Arbeit sowohl für die Gesundheitskapazitäten als auch für die Kontrolle der Verdachtsfälle als sehr positiv bewertet“.


Übersetzt: Die Chance, dass die Kanaren am 25. Mai geschlossen Phase zwei erreichen, ist gegeben. Laut Pérez sei es sogar „sehr wahrscheinlich“. Allerdings bestehe Gesundheitsminister Illa darauf, dass es „sehr wichtig ist, umsichtig zu bleiben und Sicherheitsmaßnahmen aufrechtzuerhalten.“ Damit sollen erneute Ausbrüche der Corona-Pandemie vermieden werden.

Fünf von acht Kanaren-Inseln warten in Phase eins auf die nächste Stufe

Die Regierung der Kanarischen Inseln entgegnete diesem Wunsch, dass das Zentrum für die Koordinierung von Gesundheitsalarmen und Notfällen gerüstet sei und zudem bereits seit Beginn der Covid-19-Pandemie ein funktionierendes System zur Früherkennung von Corona-Fällen habe.


„Aus diesem Grund schätzt das Ministerium besonders das kanarische System, das mit verschiedenen, aber effizienten Modellen begann, die sich jetzt tendenziell vereinheitlichen“, hieß es weiter.

Ob die Deeskalation tatsächlich bereits zum kommenden Montag erlaubt wird, soll voraussichtlich am Freitag entscheiden werden. So lange gilt auf den großen Inseln weiterhin Phase eins.


Was genau in welcher Phase erlaubt ist, erfahren Sie hier in unserer regelmäßig aktualisierten Übersicht.

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Über den Autor
Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Mehr Infos zum Autor gibt es hier.