Teneriffa hat ein neues Termiten-Problem


Schon zwei Millionen Euro sind im Kampf gegen Termiten aufgewendet worden. Nun muss Teneriffa erneut investieren. Denn im Süden der Insel gibt es einen neuen Befall. Bisher bekommt die Kanaren-Insel die gefräßigen Tiere nicht in den Griff. Was jetzt geplant ist.

Lesedauer: 2 Min.

Holzbalkone sind nicht nur hübsch anzusehen. Sie sind ein echtes kanarisches Kultur-Gut. Doch sie sind anfälliger als Bauten aus Stahlbeton. Insbesondere bei Termitenbefall. Und dieses Problem bekommt Teneriffa seit Jahren nicht in den Griff.

Für den Süden der Insel sind nun zusätzliche Mittel bewillig worden, um die Reticulitermes flavipes zu bekämpfen. Diese Gelbfüßige Bodentermite lebt in Kolonien von 20.000 bis fünf Millionen Arbeitern.

Durchschnittlich umfassen die Völker 300.000 Tiere. Und die sind gefräßig. Auf dem Speiseplan der bis zu fünf Millimeter kleinen Insekten steht vornehmlich verbautes Holz. Genau das bringt die kanarische Politik gegen die in der Erde lebenden Tiere auf. Denn bei den traditionellen Bauten der Kanarischen Inseln wird genau auf dieses Material verstärkt gesetzt.

Über die Abteilung für Umwelt-Management sind in der Gemeinde Adeje nun 300 Biozid-Köder aufgestellt worden. Das Areal, auf dem gegen die Termiten vorgegangen wird, ist etwa 15.000 Quadratmeter groß. Dort wurde der stärkste Befall durch die Termiten ausgemacht.

Holzpfähle sollen Termiten auf Teneriffa verraten

Zusätzlich zu den Giftfallen sollen rund 1000 Pfähle aufgestellt werden. Diese dienen der Kontrolle, wie weit die Termiten bereits verbreitet sind. Nachdem sie aufgestellt wurden, wird einige Zeit abgewartet. Dann werden die Pfähle wieder aus dem Boden geholt. Sind sie angefressen, ist klar, bis wo die Termiten unterirdisch bereits mindestens vorgedrungen sind. So kann nicht nur das Gebiet besser eingeschätzt, sondern auch die Bekämpfung der Insekten konkreter geplant werden.


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In Teneriffas Inselverwaltung ist das Thema nicht nur zur Chefsache erklärt worden. Dort gibt man sich auch äußerst kämpferisch: „Wir werden keine Mühen scheuen, um diesen neuen Termiten-Ausbruch zu stoppen“, sagte Insel-Präsident Pedro Martín.

Der Politiker ergänzte: „Die Erfahrung zeigt uns, dass diese Seuche widerstandsfähig ist.“ Aus diesem Grund setze man auf genaue Beobachtung, unter anderem durch die Pfähle. Laut Martín ist und bleibe es „ein Kampf, der auf Jahre“ ausgerichtet ist.

Kampf gegen Termiten: Kanaren haben schon mehr als zwei Millionen Euro investiert

Und die bisherige Wehr gegen die Schädlinge hat in dieser Zeit bereits viele Mittel verschlungen. Der Präsident erinnerte daran, dass „das Cabildo de Tenerife und die Regierung der Kanarischen Inseln bereits mehr als zwei Millionen Euro investiert haben.“

Wie wichtig die Eindämmung der Termiten aus Sicht der Inselverwaltung ist, zeigt die Ankündigung Martíns, der sagt: „Diese wirtschaftlichen Posten werden wir weiter erhöhen, um gegen eine Seuche zu kämpfen, die, wenn sie nicht kontrolliert wird, die Häuser, das historische Erbe und die Vegetation zerstören kann“.

Die Bekämpfung im Süden Teneriffas solle ähnlich der im Norden vonstatten gehen. Dort wird bereits seit Jahren gegen Termiten gearbeitet. Auch in diesem Gebiet setze man auf Biozid-Köder und Standortpfähle. Weitere Einzelheiten dazu lesen Sie nachfolgend:

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wurde veröffentlicht in: Adeje, Aktuelles, Teneriffa, Teneriffa Süd

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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