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Tragischer “Höhlen-Mord von Teneriffa” jährt sich


Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Vor einem Jahr waren auf Teneriffa eine Frau und ihr zehnjähriger Sohn ermordet worden. Der Vater der Kinder soll die Familie unter einem Vorwand in eine Höhle gelockt haben und dort auf die Mutter und die gemeinsamen Kinder losgegangen sein. Die grausame Tat jährt sich nun erstmals.

Die Meldung las sich wie das Drehbuch eines Horror-Films: Ein Auswanderer soll auf Teneriffa seine Familie zu einem Osterspaziergang überredet haben. Die Mutter seiner Kinder soll den Mann über die geplante Trennung informiert haben, woraufhin dieser seinen tödlich Plan geschmiedet haben soll. Unter dem Vorwand, Ostereier für die Söhne versteckt zu haben, soll der Mann dann die Familie in der Gemeinde Taucho, zwischen dem Barranco del Infierno und dem Barranco El Burro, in eine abgelegene Höhle gelockt haben. Dort soll er dann auf seine Frau und die Kinder losgegangen sein.

Mit einem Stein soll der mutmaßliche Täter die Frau erschlagen haben. Auch seinen zehnjährigen Sohn erschlug der Deutsche dem Vorwurf zufolge. Der kleinere Sohn konnte hingegen weglaufen. Nach einigen Stunden wurde der damals Sechsjährige schließlich von Wanderern gefunden. Wenig später erzählte der Junge seine Geschichte mit Hilfe einer Dolmetscherin der Polizei.

Mutmaßlicher Täter wartet auf Gerichtsverhandlung

Dort erzählte der Junge, was genau geschehen war. Schnell war vom “Höhlen-Mord auf Teneriffa” die Rede und internationale Presse reiste auf die Kanaren-Insel. Im Internet wurde zwischenzeitlich ein falscher Familienvater, der zufällig den selben Namen trägt, verdächtigt und angefeindet. Dann wurde es ruhig um den Fall.

Heute, genau ein Jahr später, gilt Thomas H. noch immer als mutmaßlicher Täter. Denn der inzwischen 44-Jährige wartet weiterhin auf seine Gerichtsverhandlung. Der deutsche Auswanderer war von der Polizei in Untersuchungshaft gebracht worden. Die spanische Justiz ging nach Abschluss der Ermittlungen von vorsätzlicher Tötung aus.

Der inzwischen siebenjährige Sohn war zunächst von einem Geistlichen betreut worden. Inzwischen soll er bei der Familie der getöteten Mutter leben.

Den ganzen Fall können Sie hier noch einmal nachlesen.


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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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