Sie sind für den Tourismus unerlässlich. Doch jetzt mussten die drei Gemeinden Agüimes, San Bartolomé de Tirajana und Telde gleich mehrere ihrer Strände schließen. Grund ist der Schutz der Besucher. Denn auf dem Meer wurde ein riesiger gelber Fleck entdeckt. Er verbreite einen stark fischigen Geruch, heißt es aus den Rathäusern.
Für mehrere Strände gilt daher ein Badeverbot. „Aus Sicherheitsgründen“, wie es heißt. Im Gemeindegebiet von Agüimes wurde am Strand von Vargas eine Rote Flagge gehisst. Zudem wurden die Strände Los Tres Peos und die benachbarte Punta de los Cuervitos abgeriegelt.
Die als „zähflüssig“ beschriebene Masse bewege sich an der Ostküste Gran Canarias entlang. Daher wurde auch die Playa Melenara für das Baden geschlossen. Die Entscheidung basiere auf einer Warnung des Gesundheitsamts der Insel nach Rücksprache mit der Regierung der Kanarischen Inseln, die eine Analyse der Masse in Auftrag gab.
Gran Canaria muss mehrere Strände sperren
Die Strände wurden mit einer Roten Fahne vom Baden ausgenommen. Zudem blockieren Warnbaken und Flatterband den Zugang zum Wasser. Schilder informieren über die potenzielle Gesundheitsgefahr.
In der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana wurde das Schwimmen an den Stränden von San Agustín und Las Burras untersagt. Zudem starteten die lokalen Behörden eine Intensivreinigung der Strandabschnitte.
Die Behörden rechnen damit, dass die am Dienstag geschlossenen Strände auch am Mittwoch vorerst abgeriegelt bleiben. Die Ergebnisse der Wasseranalysen werden im Laufe des Mittwochs erwartet, so dass dann über eine Verlängerung oder ein Aufheben der Sperrung beraten werden könne.
Die Testergebnisse der regelmäßigen Routinekontrollen der vergangenen Wochen seien durchgehend unauffällig gewesen, heißt es aus den Rathäusern der drei betroffenen Gemeinden. Dennoch habe man nach verschiedenen Beschwerden der Anwohnenden wegen starker Gerüche und dem nun entdeckten gelben Teppich zur Sicherheit die Sperrung verfügt. Es solle zunächst die Sicherheit der Anwohnerinnen und Anwohner sowie aller Besucher sichergestellt werden.
Gran Canaria: Fischzucht als möglicher Auslöser des Gestanks
Seitens der Umweltschützer von „Ecologistas en Acción“ wurde bei der Stadt Agüimes eine Beschwerde wegen der Einleitung von Abwasser nahe verschiedener Strände und Küsten der Gemeinde eingereicht. Dazu gehören Vargas und Tres Peos.
Die Umweltschützer berichten in ihrer Beschwerde von einer „gelben, viskosen Masse“. Der Vorsitzende des Kollektivs, Consuelo Jorges López, sprach zudem von „intensivem Fischgeruch“.
Das Kollektiv brachte die Fischfarmen nahe der Küste von San Bartolomé de Tirajana als möglichen Verursacher ins Gespräch. Die „Aquanaria“-Farm liegt im „Aquakultur-Gebiet“ zwischen der Punta de Tarajalillo und dem Strand Corral de Espino. In den riesigen Becken vor der Südost-Küste Gran Canarias wird Wolfsbarsch gezüchtet.
























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Gelber Schleim: Drei Gemeinden auf Gran Canaria schließen ihre Strände
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