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Kanaren-Unwetter sorgt für Notstand und Militär-Einsatz auf La Gomera

Nach heftigem Starkregen hat La Gomera den Notstand ausgerufen. Drei Smartphone-Warnungen wurden ausgegeben, dann ging alles ganz schnell.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 1 Leserkommentare bei Teneriffa News

Um ein Haar wäre La Gomera den schlimmsten Folgen von Kanaren-Unwetter Therese entgangen. Doch mit dem letzten Aufbäumen des Strumtiefs wurde die kleine Kanaren-Insel im Westen des Archipels überflutet. Inzwischen ist das Militär vor Ort.

La Gomera hat noch am Mittwoch wegen schwerer Überschwemmungen den Ausnahmezustand ausgerufen. Die kanarische Regierung aktivierte die militärische Sondereinheit UME. Gleich dreimal wurde der ES-Alarm auf die Mobiltelefone der Bevölkerung geschickt.

Für Donnerstag wurde der Unterricht auf der gesamten Insel ausgesetzt, um Fahrten über das Inselgebiet zu verhindern. Denn dort sind Straßen unterspült, Orte überschwemmt und weitere Infrastrukturen zerstört:

La Gomera von Kanaren-Unwetter hart getroffen

Besonders betroffen sind die Regionen Valle Gran Rey und Alajeró. Die Inselverwaltung beantragte inzwischen die Anhebung auf Notfallstufe 2. Auslöser waren Regenfälle mit bis zu 86 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden, die mehr als 100 registrierte Einsätze ab dem Mittag auslösten.

Die Generaldirektion für Notfälle rief die Notlage am Mittwoch um 17 Uhr aus. Zuvor hatte sich die Zahl der Einsätze binnen kürzester Zeit deutlich erhöht. Gemeldet wurden Steinschläge, herabgefallene Äste, Erdrutsche und Wasser in Wohnhäusern.

Die erste Warnmeldung galt Menschen in Valle Gran Rey: Fahrten vermeiden, in Gebäuden bleiben, die Ausfallstraße aus dem Tal meiden. Kurz darauf folgte eine zweite Warnung für Alajeró, eine dritte für die gesamte Insel. Menschen in gefährdeten Bereichen wurden dazu aufgefordert, sicherheitshalber höher gelegene Zonen aufzusuchen. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Valle Gran Rey sollte weder verlassen noch angefahren werden.

UME-Sondereinheit und zusätzliche Einsatzkräfte auf La Gomera

Regierung und Inselverwaltung forderten die UME zur Verstärkung an. Zusätzlich sollten vom Hafen in Los Cristianos auf Teneriffa 20 Kräfte und zehn Fahrzeuge der Polizei, sechs Freiwillige und drei Fahrzeuge des Katastrophenschutzes aus Arona sowie weitere Einsatzkräfte der ADAE nach La Gomera übersetzen.

Der öffentliche Nahverkehr nach Valle Gran Rey wurde eingestellt, Kinder, die sich noch in Schulen befanden, unter Sicherheitsvorkehrungen nach Hause gebracht. Auch die Fähren von Fred. Olsen Express konnten nicht wie gewohnt verkehren.

La Gomera bleibt im Ausnahmezustand

Der kanarische Rettungsdienst setzte für Donnerstag alle nicht dringenden Krankentransporte auf La Gomera aus. Lediglich lebenswichtige Behandlungen wie Dialyse, Chemotherapie oder Strahlentherapie sollen weiter stattfinden, sofern kein zusätzliches Risiko für Patienten oder medizinisches Personal besteht.

Die kritische Lage verschärft sich auch dadurch, dass der Wasserstand durch Überläufe und Entlastungen aus Talsperren und Wasserbecken oberhalb einzelner Einzugsgebiete in mehreren Barrancos weiter steigt. Straßen durch überflutbare Barranco-Zonen bleiben vorerst gesperrt.

Die Wetterlage auf den Kanarischen Inseln war durch Unwetter Therese tagelang angespannt. Gran Canaria befand sich ebenfalls im Notstand. Einen Tag zuvor war der Norden Teneriffas ähnlich stark getroffen worden.


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Über den Autor

Kanaren-Unwetter sorgt für Notstand und Militär-Einsatz auf La Gomera

wurde geschrieben von:

Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News, Ihrem Kanaren-Experten seit 2011. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

Diskussion

Leserkommentare zu:

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  1. Wolfgang Kempe schrieb am

    In Alojera hält sich der Schaden in Grenzen, heute Sonne.

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