Flughafen-Busse: Teneriffa optimiert Fahrpläne und Kapazitäten


Auf Teneriffa werden mehr Busse eingesetzt. Insbesondere im Süden der Insel wird die Kapazität erhöht. Was genau verändert wurde, um den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu gestalten.

Lesedauer: 3 Min.

Teneriffa investiert in den Nahverkehr. Rund zehn Prozent mehr Menschen nutzen bereits die Verbindung aus dem Süden in Richtung Santa Cruz im Norden. Das geht aus Zahlen des Betreibers Titsa hervor.

Der erste Vizepräsident der Kanaren-Insel ist zugleich Präsident von Titsa. Enrique Arriaga präsentierte die Zahlen sichtlich zufrieden. Denn der Plan des Unternehmens ist aufgegangen: Mit 8,3 Prozent ist die Zahl der Bus-Nutzer im Süden der Insel deutlich gestiegen. Doch dafür waren umfangreiche Änderungen notwendig.

Dass die Optimierungen im Fahrplan sogar bis in den Norden strahlen, wo der große Bubnahnhof der Hauptstadt fast zehn Prozent mehr Fahrgäste aus dem Norden registriert, zeigt die Notwendigkeit der Veränderungen. Und zugleich die Sinnhaftigkeit.

Das sieht auch Arriaga so, der bei der Präsentation versicherte, dass „die registrierten Zahlen ermutigend sind und zeigen, dass die Änderungen gut angenommen wurden“. Zudem sagte der Politiker und Chef des Unternehmens, dass Titsa „immer daran arbeitet, den besten Service zu bieten.“ Zudem hätten „diese Änderungen dazu beigetragen, die Probleme zu lösen, die durch das Passagierwachstum auf den Linien zwischen der Hauptstadt und der Südzone entstehen“.

Busse auf Teneriffa lassen jetzt weniger Passagiere am Straßenrand stehen

Tatsächlich hatte das Passagieraufkommen merklich zugenommen. Arriaga sagt, die Zahlen seien „darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen mit der Umstrukturierung das Problem gelöst hat, das sowohl an den Haltestellen in Santa Cruz als auch in San Isidro bestand“.


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Was der Politiker damit diplomatisch ausdrückt, heißt übersetzt einfach: Bisher musste insbesondere die Linie 110 immer wieder Personen am Straßenrand stehen lassen, da die Fahrzeuge überfüllt waren. Und dieses Problem wurde durch die Kapazitätserhöhung tatsächlich gelöst.

Bessere Bus-Anbindung von Santa Cruz de Tenerife an den Süden

An Wochentagen werden die Haltestellen am Autobahnkreuz von Santa Cruz nun von zwölf Prozent mehr Menschen genutzt. Die Haltestelle in San Isidro verzeichnet zudem einen Zuwachs von zehn Prozent. Die Reorganisation bedeutet damit einen Schritt in die richtige Richtung.

Hinzu kommt, dass das Passagier-Aufkommen an Samstagen sogar um 16,2 Prozent stieg. Die Haltestelle in Costa Adeje verzeichnet mit 22 Prozent mehr Fahrgästen das größte Plus. Dahinter folgen San Isidro und Los Cristianos mit einem Plus von je zwölf Prozent. Und sonntags beträgt das Passagierwachstum noch immer 5,3 Prozent, wobei die Haltestellen in Costa Adeje (+11 Prozent) und Los Cristianos (+7 Prozent) an diesen Tagen die größten Passagierzuwächse aufweisen.

Neben der bloßen Zahl wurden auch die Verbindungen selbst optimiert: Die Zahl der Fahrten zwischen dem Süden Teneriffas und der Hauptstadt Santa Cruz wurden entlang der TF-1 ebenfalls erhöht.

Das neue Südnetz sorgt nun durch Linien wie der 110 von Montag bis Sonntag für halbstündliche Verbindungen mit dem Norden. Die Route der Linie 111 verbindet dafür ebenfalls alle 30 Minuten weiterhin Santa Cruz mit Costa Adeje. Dort wurde allerdings der Halt am Süd-Flughafen Reina Sofía gestrichen. Auf diese Weise sollen nicht-touristische Verbindungen besser im Plan bleiben und weniger überfüllt sein.

Neuer Flughafen-Bus auf Teneriffa

Um den Flughafen dennoch weiterhin gut anzubinden, wurden mehrere neue Linien geschaffen. Dazu gehört der Aeroexpress 10, der Santa Cruz und den Flughafen Tenerife Sur mit Haltestellen in Las Caletillas und San Isidro verbindet. Er verkehrt ebenfalls alle 30 Minuten.

Zudem wurde die Linie 112 geschaffen, die direkt und ohne Zwischenstopps den Verkehrsknotenpunkt der Hauptstadt und Los Cristianos verbindet. Auch dabei gilt ein Halbstundentakt. Ferner gibt es die 452, die San Isidro mit Costa Adeje, Fañabé und La Caleta im Stundentakt verbindet, ohne durch Los Cristianos zu fahren.

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Über den Autor
Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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