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“Kritische Situation”: Versorger warnt vor Wasserknappheit auf Teneriffa


Nur ein Umdenken bei der Infrastruktur könne Teneriffa vor einer Wasserknappheit schützen. Ganz unabhängig ist diese Einschätzung allerdings nicht.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Teneriffas Wasserrat ist besorgt. Die Leiterin des Consejo Insular de Aguas de Tenerife (Ciatf), Ana Sánchez, sieht die Insel vor einem “kritischen Moment mit großer Wasserknappheit auf der Insel”.

Für die Expertin sei ein deutliches Warnsignal, dass “wir den Wassertransfer von der Kläranlage von Santa Cruz in die nordöstliche Region in Betrieb nehmen mussten”. Auf diese Weise soll die Wasserversorgung der Landwirtschaft gesichert werden.

Sánchez brachte ihre Sorge auf einem Kongress zum Ausdruck, der sich unter anderem mit Wasser auf der Kanaren-Insel beschäftigt. Dabei erklärte die Ingenieurin, welche Maßnahmen die Insel ergreifen müsse. Außerdem ging es um die Erweiterung der Kläranlage und das Ziel dieser Maßnahme.

So soll mehr Trinkwasser für Teneriffa aufbereitet werden

Laut Sánchez handle es sich bei der Erweiterung um einen wichtigen Schritt für die Wasserversorgung der Kanaren-Insel. Nach der Fertigstellung könnten pro Tag etwa 20.000 Kubikmeter Wasser mehr aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden.

Dabei komme eine spezielle Membrantechnologie zum Einsatz, hieß es. Damit sei nicht nur eine bessere Wasserqualität als bisher möglich, sondern aufgrund der möglichen Menge sogar eine Wasserversorgung in Richtung Süden.

Die “kritische Wassersituation” sei vor allem darauf zurückzuführen, dass der Sommer in diesem Jahr bezogen aufs Wetter bereits im März begonnen habe. Das habe die Stauseen der Kanaren-Insel mitunter stark ausgereizt.

Warum Investitionen in Teneriffas Wasser-Netz wichtig sind

Für die Expertin steht fest: “Dies kann nur mit Infrastruktur und neuen Ressourcen abgefedert werden, denn die landwirtschaftliche Bewässerung kann nicht weiterhin nur von konventionellen Ressourcen abhängen.”

Sánchez sagte weiter, dass die Klärung von Wasser “die einzige Ressource” sei, die die Landwirtschaft Teneriffas langfristig versorgen könne. Doch das erfordere große Investitionen.

Allerdings ist Sánchez als Managerin von Balsas de Tenerife (Balten) alles andere als unabhängig. Balten gehört dem Wasserrat an. Die öffentliche Körperschaft verwaltet 21 Stauseen mit einem Fassungsvermögen von 5,1 Kubikhektometern. Hinzu kommen 1500 Kilometer Rohrleitungen, drei Entsalzungsanlagen und auf der gesamten Kanaren-Insel verteilte Pumpstationen zur Versorgung Teneriffas mit Wasser.

Investitionen wie die von Sánchez geforderten, helfen Balten dabei, den eigenen Dienst weiter zur Verfügung stellen zu können. Wie fragil das aktuelle System ist, zeigt der Versorgungsengpass während der Waldbrände auf Teneriffa. Dabei war eine Leitung gebrochen, was schon kurze Zeit später zu einer Wasserknappheit in mehreren dichtbesiedelten Gemeinden der Insel führte.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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