Mini-Erdbeben vor Teneriffa

In der Nacht zu Samstag hat es vor der Küste Teneriffas drei kleine Erdbeben gegeben. International wurde mitunter etwas überzogen davon berichtet, dass die von Waldbränden gebeutelte Ferieninsel nun auch noch von Erdbeben heimgesucht würde. Die Eruption muss tatsächlich aber als nur leicht spürbar eingestuft werden. Das stärkste der drei Beben erreichte lediglich die Stärke 3,8 auf der Richterskala.

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Drei Minibeben in fünf Minuten

Zwischen 2.50 Uhr und 3.45 Uhr gingen bei der kanarischen Polizei 1250 Anrufe mitunter besorgter Personen ein. Gespürt hatten sie das erste von drei Erdbeben, die sich in der Zeit zwischen 2.50 und 2.55 Uhr ereigneten.

In mehreren Internetforen war schon am Tag nach dem Erdbeben zu lesen, dass im Inland diverse Personen, die in der Nacht wach waren, die Erschütterungen nicht bemerkt hätten. Die Beben mit einer Stärke von 2,6, 2,8 und 3,8 hatten sich rund 14 Kilometer von der Nord-Küste entfernt in einer Tiefe von etwa 30 Kilometern unter dem Meeresspiegel ereignet.

Zu spüren waren die Erschütterungen laut Aufzeichnungen der Anrufe lediglich in den Gemeinden La Orotava, Santa Ursula, Santa Cruz de Tenerife, Puerto de la Cruz, La Laguna, La Victoria de Acentejo, Candelaria, El Sauzal, El Rosario, Tegueste, Güimar, Tacoronte, La Matanza de Acentejo und Los Realejos.

Verletzt wurde bei den Mini-Beben niemand. Auch von Schäden ist nach Angaben der Behörden nichts bekannt. Laut Expertenmeinung handelte es sich um ein einzelnes Ereignis. Nachbeben müssen demnach nicht befürchtet werden.

Erdbeben erst ab Stärke 3,0 spürbar

Erdbeben werden in der sogenannten Richterskala in Stärken zwischen weniger als 2,0 und mehr als 10,0 (noch nie registriert) klassifiziert. Demnach sind Beben mit einer Stärke bis 3,0 nicht spürbar und kommen täglich mehr als tausendfach vor. Erst ab 3,0 werden Erdbeben spürbar. Sie sind dann jedoch so gering, dass in der Regel keine Schäden entstehen. Erdbeben der Stärke zwischen 3,0 und 4,0 – wie mit 3,8 zuletzt auf Teneriffa gemessen – kommen bis zu 49.000 Mal jährlich vor.

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