Sie hatten mit erneuten Streiks im Sommer gedroht. Jetzt gibt es eine Einigung: Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände im Gastgewerbe auf Teneriffa haben eine Lohnerhöhung von 13,5 Prozent bis 2028 vereinbart.
In der Nacht zu Mittwoch erzielten die wichtigsten Branchenverbände, Ashotel und Aero, gemeinsam mit den meisten Gewerkschaften ein Vorab-Abkommen über den neuen Tarifvertrag für die Provinz Santa Cruz de Tenerife, also die östlichen Kanaren-Inseln.
Die Verhandlungen fanden unter Vermittlung des Präsidenten der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, sowie der Tourismus- und Arbeitsministerin, Jéssica de León, statt. Ziel war es, die für alle Freitage im Juli und August geplanten Streiks abzuwenden.
Kanaren wenden Tourismus-Streiks ab
Das Vorab-Abkommen sieht eine kumulierte Lohnerhöhung von 13,5 Prozent bis Juni 2028 für mehr als 33.000 Beschäftigte im Sektor vor. Zusätzlich enthält der Vertrag eine Sozialfriedensklausel, die während der Laufzeit des Tarifvertrags für Stabilität sorgen soll. Sie garantiert zudem den Erhalt der Kaufkraft in Bezug auf den Verbraucherpreisindex.
Einer der umstrittensten Punkte war der Vorschlag, die Mindestbetriebszugehörigkeit für den Anspruch auf eine Zulage im Krankheitsfall von sechs auf 24 Monate zu verlängern. Dieser Passus wurde von der Gewerkschaftsvertretung abgelehnt, da er als Einschränkung der Arbeitnehmerrechte bewertet wurde.
Kanaren: Lohnerhöhung und Tariffrieden im Gastgewerbe
Die Delegiertenversammlung der Gewerkschaft Sindicalistas de Base de Canarias, die im Sektor die Mehrheit stellt, stimmte dem Vorab-Abkommen einstimmig zu. Die Sitzung fand im Auditorium von Adeje statt. Der Vorstand von Ashotel will sich in den kommenden Stunden endgültig zu dem Dokument äußern.
Allerdings ist nicht flächendeckend Zufriedenheit erreicht worden: Die Gewerkschaft CCOO distanzierte sich von der Einigung. Sie kritisiert mangelnde Transparenz während der Verhandlungen und bezeichnete das Abkommen als nachteilig für die Beschäftigten. Vor allem der Verlust an Rechten und der geringe Lohnzuwachs werden kritisiert.
Das Vorab-Abkommen gilt als wichtiger Schritt, um Arbeitskämpfe während der Hochsaison auf Teneriffa zu verhindern. Dennoch bleiben einige Streitpunkte offen. Eine finale Lösung, der alle Seiten zustimmen, muss entsprechend noch gefunden werden.
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Streiks beendet: Gastgewerbe auf Teneriffa erkämpft Lohnerhöhung
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