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Teneriffa: Forscher messen längstes Rumoren seiner Art unter dem Teide seit 2016

Das vulkanologische Institut der Kanarischen Inseln meldet ein Phänomen, das so bisher nie gemessen wurde. Unter dem Teide auf Teneriffa wurde das längste Signal seiner Art registriert.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Am Teide auf Teneriffa wurde das längste seismische LP-Ereignis seit Messbeginn registriert – Dauer und Amplitude gelten als ungewöhnlich.
  • Das Rumoren in elf Kilometern Tiefe entsteht durch Bewegung hydrothermaler Flüssigkeiten und deutet auf eine Druckzunahme hin.
  • Experten des Involcan betonen, dass trotz Rumoren und Bodenverformung kein akuter Grund zur Sorge vor einem Vulkanausbruch bestehe.
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Im Südwesten der Cañadas ist am Freitagmorgen das längste Rumoren seiner Art unter dem Teide seit 2016 gemessen worden. Erste Medienberichte, wonach es sich um das längste seismische Ereignis dieser Art jemals handelte, wiesen Vulkanologen auf Nachfrage zurück. Dennoch gilt das Ereignis als besonders.

Am Freitag gegen 8.20 Uhr zeichneten die empfindlichen Messgeräte des Vulkanologischen Instituts der Kanarischen Inseln, Involcan, ein langperiodisches seismisches Ereignis (LP) auf. In einer Tiefe von rund elf Kilometern wurde „ein Ereignis mit ungewöhnlicher Amplitude“ registriert, wie es seitens der Geologen und Vulkanologen hieß.

Laut Involcan werde Bewegung hydrothermaler Flüssigkeiten im Inneren der Kanaren-Insel für das Rumoren unter dem Teide verantwortlich gemacht. Dies wiederum sei eng verknüpft mit dem magmatisch-hydrothermalen System des aktiven Vulkans, der zugleich der höchste Berg Spaniens ist. Wie Experten das Phänomen einschätzen:

„Natürlicher Druckaufbauprozess“ am Teide auf Teneriffa

Schnell wurde vom stärksten Rumoren dieser Art seit jeher berichtet. Da der Teide jedoch erst seit 2016 auf diese Aktivitäten hin überwacht wird, in seiner Geschichte allerdings bereits mehrmals ausbrach, ist das faktisch falsch. Es gibt lediglich keine vergleichbaren Messpunkte dazu.

Den Experten des Involcan und anderen Behörden stehen für die Berechnung der Stärke solcher Art von Bewegung keine genauen Messgeräte zur Verfügung. Durch Hochrechnungen und Annäherungen wurde eine Stärke von 2,2 errechnet.

Dies weise auf eine niedrige Energie hin, hieß es. Allerdings sei die Stärke weniger wichtig. Die ungewöhnlich lange Dauer der Bewegung überraschte die Wissenschaft viel mehr.

Unter Teneriffa entsteht Druck

Seismische LP-Ereignisse sind Wellen, die durch unterirdische Fluide erzeugt werden. Dazu gehören Gase, Wasser oder Dampf, die in vulkanischen Systemen entstehen können. Auf Teneriffa gilt dieser Art von Druckregulation unter der Erde als „natürlicher Druckaufbauprozess im aktiven, aber stabilen magmatischen und hydrothermalen System“ des Teide.

Zwischen den Jahren 2016, also mit Beginn der Messung, und 2024 wurden verschiedene Erdbeben-Schwärme am Teide registriert. Das jüngste Ereignis gilt jedoch als besonders lang und zumindest vergleichsweise stark. Dies deute auf eine mindestens temporäre Zunahme des Drucks unter der Kanaren-Insel hin.

Boden unter dem Teide verformt sich

Auf Teneriffa war im September eine große Vulkanübung durchgeführt worden, um Erfahrungen zu sammeln, wie Evakuierungen im Fall eines Vulkanausbruchs am Teide schnell und sicher durchgeführt werden können.

Zuletzt waren mehrere Ereignisse und auch eine minimale Verformung des Bodens registriert worden. Dennoch betont das Involcan auch nach dem jüngsten seismischen Ereignis, dass es keinen akuten Grund zur Sorge vor einem bevorstehenden Vulkanausbruch auf Teneriffa gebe.


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Über den Autor

Teneriffa: Forscher messen längstes Rumoren seiner Art unter dem Teide seit 2016

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News, Ihrem Kanaren-Experten seit 2011. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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