Kanaren nehmen knapp 1000 Flüchtlinge aus der Ukraine auf


Das spanische Asyl- und Flüchtlingsamt hat aktuelle Zahlen ausgegeben. Demnach wurden landesweit knapp 52.000 Personen vorübergehend aufgenommen, rund 1000 von ihnen auf den Kanarischen Inseln.

Lesedauer: 2 Min.

Innerhalb eines Monats hat die Nationalpolizei zusammen mit dem spanischen Asyl- und Flüchtlingsamt (OAR) 51.957 Menschen aus der Ukraine aufgenommen. Nach Ausbruch des russischen Angriffskrieges waren europaweit Hunderttausende Menschen aufgenommen worden. Die Kanarischen Inseln erreichten 965 von ihnen.

Das geht aus Zahlen des Innenministeriums hervor, die nun veröffentlicht wurden. Zuvor war ein Dringlichkeitsverfahren eröffnet worden, das am 10. März in Kraft trat.

Wie das Innenministerium zudem mitteilte, hätten die Flüchtenden zudem eine Aufenthaltserlaubnis und – sofern sie volljährig sind – auch eine Arbeitserlaubnis erhalten. Auch der Führerschein könne mindestens für ein Jahr in Spanien benutzt werden, hieß es weiter.

Region Madrid nimmt spanienweit die meisten Kriegs-Flüchtlinge aus der Ukraine auf

Den Zahlen zufolge habe die autonome Gemeinschaft Madrid mit 10.133 die meisten Flüchtenden aufgenommen. Im Raum Valencia seien es 9229 Vertriebene, in Katalonien 9023 und in Andalusien 7421.

Es folgen Murcia mit 2125, Castilla y León mit 2034, Aragón mit 1915, die Balearen mit 1615, Kastilien-La Mancha mit 1612, das Baskenland mit 1454, Galicien mit 1450, die Kanarischen Inseln, Asturien mit 815, Navarra mit 733, Kantabrien mit 691, Extremadura mit 400 und La Rioja mit 330 sowie Ceuta mit neun und Melilla mit drei Flüchtenden.

Von den auf den Kanarischen Inseln gewährten vorübergehenden Schutzmaßnahmen wurden 635 in der Provinz Santa Cruz de Tenerife, zu der die westlichen Inseln gehören, und 330 in der Provinz Las Palmas de Gran Canaria bearbeitet.

Das Dringlichkeitsverfahren für die Anerkennung des vorübergehenden Schutzes entspricht der am 4. März erzielten Einigung des Rates der EU-Innenminister. Eine Aufnahme-Vereinbarung dieses Umfangs ist bisher einmalig in der Geschichte der Europäischen Union.

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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