Der Vulkanausbruch auf La Palma macht die Kanaren-Insel nachträglich zum Mittelpunkt in der Vulkanforschung: Der spanische Ministerrat hat La Palma offiziell als Standort für das künftige Konsortium des Nationalen Vulkanologie-Zentrums bestimmt.
Die am Dienstag getroffene Entscheidung wird von der wissenschaftlichen Gemeinschaft Teneriffas unterstützt. Die Maßnahme, die von den zuständigen Ministerien und der Autonomen Gemeinschaft vorangetrieben wurde, markiert einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der Führungsrolle der Kanarischen Inseln in der Vulkanforschung und im Risikomanagement.
Ángel Víctor Torres, Minister für Territorialpolitik und Demokratisches Gedächtnis, betonte, dass diese Infrastruktur seit 2021 für die Inseln gefordert wurde. Sie soll ein globales Vorbild werden, da sie sich in einem Gebiet mit aktiver vulkanischer Tätigkeit und Erfahrung im Notfallmanagement befindet.
Kanaren stärken wissenschaftliche Position bei Vulkanologie
Diana Morant, Ministerin für Wissenschaft, Innovation und Universitäten, hob hervor, dass das Konsortiumsmodell die Mitverantwortung mit den Kanaren sicherstellt und die Dezentralisierung der Wissenschaft fördert.
Sergio Rodríguez, Präsident des Cabildo von La Palma, bezeichnete die Entscheidung als Meilenstein für die Insel. Er erklärte, dass La Palma der ideale Standort für das Nationale Vulkanologiezentrum sei. Die gemeinsame Bewerbung mit dem Cabildo von Teneriffa werde die Inseln an die Spitze der Vulkanforschung und -prävention bringen. Rodríguez dankte der spanischen und kanarischen Regierung für ihre Unterstützung und betonte, dass dieses Projekt die Zukunft der Kanaren verändern werde.
Rosa Dávila, Präsidentin von Teneriffa, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis. Sie betonte, dass das Abkommen den Archipel als internationalen wissenschaftlichen Bezugspunkt positioniert. Die Forschungseinrichtung auf Teneriffa wird die Arbeit auf La Palma dank der vorhandenen Zentren und Labore ergänzen. Die gemeinsame Bewerbung im Oktober zeige die Fähigkeit zur Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen.
Beide Verwaltungen sind sich einig, dass die Wahl der Kanaren als Standort auf ihrer einzigartigen vulkanischen Aktivität und der Erfahrung im Krisenmanagement nach dem Vulkanausbruch auf La Palma von 2021 beruht. Das Zentrum wird die Forschung vor Ort fördern und Fortschritte in der Raumplanung, Notfallplanung, Risikokommunikation und dem Schutz strategischer Wirtschaftssektoren ermöglichen.
Die spanische Regierung unterstrich, dass die Infrastruktur die wissenschaftliche Zusammenarbeit und die internationale Projektion Spaniens in der Vulkanologie stärken wird. Der Staat und die Autonome Gemeinschaft der Kanaren werden jeweils 50 Prozent der Ressourcen für das Konsortium bereitstellen, das sich als nationaler und internationaler Bezugspunkt etablieren soll.
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La Palma bekommt Zuschlag für Nationales Vulkanologie-Zentrum
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