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Vor Lanzarote: Migranten wollen sich auf Frachtschiff retten und ertrinken

55 Migranten an Bord eines Bootes entdecken vor den Kanaren einen Frachter. Kurze Zeit später werden mehrere von ihnen vermisst.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Vor Lanzarote sprangen mehrere Migranten von einem Boot ins Meer, um ein Frachtschiff zu erreichen – mindestens zwei bis drei von ihnen werden vermisst.
  • 55 weitere Insassen des Boots wurden von der Küstenwache gerettet und nach Arrecife gebracht.
  • Die Suche nach den Vermissten dauert mit Rettungsboot, Helikopter und Flugzeug an.
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Die Seenotrettung der Kanarischen Inseln vermisst mehrere Menschen. Sie waren von Afrika aus mit einem hochseeuntauglichen Boot in Richtung der Kanarischen Inseln aufgebrochen. Nach mehreren Tagen auf See und nur 83 Kilometer vor Lanzarote glauben viele von ihnen, es geschafft zu haben. Doch dann nimmt das Unglück seinen Lauf.

Die Migranten und Flüchtlinge entdecken ein Frachtschiff. Als sie ihm näher kommen, springen mehrere von ihnen ins Wasser. Sie wollen zum Schiff schwimmen. Doch die geglaubte Sicherheit bedeutet für einige von ihnen den Tod.

Wie die kanarische Seenotrettung berichtet, hätten andere Insassen des Boots mehrere Männer ins Wasser springen sehen. Doch nur einer von ihnen kommt tatsächlich an dem Frachtschiff an.

Kanaren-Migration endet erneut tödlich

Der Überlebende schaffte es bis zum Frachtschiff. Dort zogen ihn Arbeiter an Bord. Die geretteten Bootsinsassen berichten, dass mindestens zwei, eher drei weitere Männer ins Wasser gesprungen seien. Die Angaben variieren auch aufgrund der Dunkelheit. Das Unglück hatte sich ab 1.26 Uhr in der Nacht zu Donnerstag zugetragen.

Die Besatzung des Frachters alarmierte die Küstenwache der Kanaren. Diese schickte ein Rettungsboot zur angegebenen Stelle. Nach kurzer Suche konnte das Boot ausfindig gemacht werden und die Rettung begann.

55 Migranten und Flüchtlinge wurden an Bord des Rettungsboots geholt. Ihr Cayuco, wie die Holzboote auf den Kanaren genannt werden, wurde abgeschleppt. Die 42 Männer, elf Frauen und zwei Minderjährigen erreichten den Hafen von Arrecife auf Lanzarote am frühen Donnerstagmorgen.

Unterdessen wird auf hoher See weiter nach den Vermissten gesucht. Beteiligt sind ein Rettungsboot und ein Helikopter. Ein Rettungsflugzeug wird im Laufe des Vormittags erwartet. Es soll die Aktion zunächst unterstützen und dann nach weiteren Migrantenbooten vor den Kanaren Ausschau halten.


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Über den Autor

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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