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„Überlastung“: Kanaren-Post steht vor dem Kollaps

Post-Gewerkschaften berichten von unzumutbaren Bedingungen. Die Post auf den Kanaren könnte stellenweise zusammenbrechen.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Post-Gewerkschaften auf den Kanaren warnen vor Zusammenbruch der Zustellung durch Personalmangel und Überlastung.
  • Mitarbeitende leisten ständig Überstunden und übernehmen drei bis vier zusätzliche Bezirke, was zu Krankmeldungen wegen Stress und Angst führt.
  • Besonders auf den östlichen Kanaren-Inseln ist das Arbeitsaufkommen in Verteilerzentren nicht mehr zu bewältigen.

Zu Weihnachten stapeln sich auf den Postämtern der Kanaren jedes Jahr die Pakete. Viele von ihnen kommen nicht pünktlich zum Fest an, sondern teilweise Wochen danach.

Jetzt könnte auf den Kanaren auch mitten im Herbst die Post stellenweise zusammenbrechen. Denn Gewerkschaften berichten von Überlastung und Problemen bei der Bewältigung.

Insbesondere auf den östlichen Inseln könne es schon bald zu erheblichen Problemen kommen. Doch auch auf anderen Inseln seien Mitarbeitende an der Belastungsgrenze angekommen. Das sagen die Gewerkschafter:

Kanaren-Post berichtet von Überlastung

„Die derzeitige Arbeitsbelastung ist für das Personal nicht zu bewältigen“, heißt es von der freien Gewerkschaft: Das führe „zu einer erheblichen Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Diese Situation gefährdet die körperliche und mentale Gesundheit vieler Mitarbeiter und es kommt bereits zu Krankmeldungen aufgrund von Angstzuständen und arbeitsbedingtem Stress“, heißt es weiter.

Post-Kuriere würden zudem nahezu durchgehend Überstunden ableisten. Das führe zu nachlassender Konzentration und das wiederum zu einem erheblichen Unfall- und Gesundheitsrisiko nicht nur für die Angestellten selbst.

„Wir verstehen nicht, wie eine hohe Servicequalität gewährleistet werden soll, wenn beispielsweise eine Einheit mit 20 Bezirken weniger als die Hälfte des erforderlichen Personals hat und die Kollegen dazu gezwungen sind, drei oder vier zusätzliche Bezirke zu übernehmen“, sagt die freie Gewerkschaft und ergänzt, dass dies die Überlastung und das Risiko für Burnouts weiter verschärfe.

Gewerkschaft: Post-Dienst auf den Kanaren bald gestört

Kritik wird auch an der Beschäftigungspolitik laut. Da Neueinstellungen in Madrid geplant würden, sei nicht damit zu rechnen, dass die besonderen Begebenheiten der Kanaren berücksichtigt würden. Wie genau diese aussehen, lässt die Gewerkschaft allerdings offen.

Die Arbeitnehmervertreter fordern bessere Bedingungen und mehr Personal. Insbesondere in den Verteilerzentren auf den östlichen Kanaren-Inseln sei das Arbeitsaufkommen zu hoch, um bewältigt werden zu können. In der Zwischenzeit könne nicht gewährleistet werden, dass die Post- und Paketversorgung auf den Kanaren aufrechterhalten werden kann.


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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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