Junger Mann ertrinkt beim Bestatten eines Freundes

Bei einem tragischen Unfall ist am Sonntag ein 32-Jähriger im Norden Teneriffas ertrunken. Zwei junge Männer wollten gemeinsam in Puerto de la Cruz die Asche eines Freundes im Meer verstreuen. Dabei wurden sie von einer Welle erfasst und rangen plötzlich selber mit dem Tod. Nur einer der beiden Männer konnte sich retten.

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Strömung des Atlantik wird immer wieder unterschätzt

Die 26 und 32 Jahre alten Männer hatten ihren Freund bei einem Verkehrsunfall verloren. Dessen Wunsch sei es gewesen, dass seine Asche dem Meer übergeben würde. Diesem letzten Willen wollten die beiden Freunde nachkommen. Sie trafen sich für ihr Vorhaben an der Playa Jardin, einem der schönsten Strände im Norden Teneriffas.

Als die beiden Männer gerade die Asche übergeben wollten, wurden sie von einer Welle erfasst. Der 26-Jährige konnte sich noch aus eigener Kraft ans Ufer retten, sein sechs Jahre älterer Freund dagegen wurde von der Welle ins Meer gezogen. Er galt zunächst als Vermisst. Auch bei einer umgehend eingeleiteten Suchaktion konnte der Mann zunächst nicht gefunden werden.

Rettungshubschrauber muss auch Rettungsschwimmer und Feuerwehrmann helfen

Während der mehrere Stunden andauernden Suchaktion musste der herbeigerufene Rettungshubschrauber aufgrund der starken Strömung auch einem Rettungsschwimmer und später einem Feuerwehrmann zur Hilfe eilen. Dann schließlich wurde der leblose Körper des Mannes gefunden. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Der jüngere Mann wurde mit Abschürfungen in das Krankenhaus von Puerto eingeliefert. Ihm geht es körperlich bereits wieder gut. Immer wieder kommt es an den Stränden der Kanaren zu ähnlichen Zwischenfällen. Der Atlantik hat ganzjährig, in den Wintermonaten jedoch meist eine nochmals verstärkte Strömung.

Hinzu kommt Vulkangestein, das sich an einigen Stellen direkt unter der Wasseroberfläche befindet. Die dadurch entstehenden Wellen sind bei Surfern sehr beliebt. Sie sind aber gleichzeitig auch eine große Gefahr: Wird ein Surfer oder Schwimmer von einer solchen Welle gegen die Steine gedrückt, kann er die Orientierung oder schlimmstenfalls sogar das Bewusstsein verlieren.

Wie gefährlich die Wellen tatsächlich werden können, zeigte die Rettungsaktion, bei der sogar hervorragend ausgebildete Rettungsschwimmer kurzzeitig in Gefahr gerieten. Warum Sie Wellenwarnungen stets ernst nehmen sollten, zeigen wir Ihnen auch in diesem Beispiel.

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Veröffentlicht in: Teneriffa, Aktuelle Nachrichten, Puerto de la Cruz, Teneriffa Nord

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