Loro Parque wirft Tierschützern „Hetzkampagne“ vor

In einem Facebook-Beitrag wirft der Loro Parque verschiedenen Tierschützern „Verleumdungskampagnen“ vor. Seit Jahren streiten sich internationale Tierschutzorganisationen mit dem Tierpark auf Teneriffa. Die Vorwürfe reichen von allgemeinem Protest gegen Zoos bis hin zu Verletzungen des Tierschutzes.

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„Wegen dieser Art von Hetzkampagnen (…) beginnen einige Prüfungsorganisationen in den Vereinigten Staaten, einen möglichen Betrugsbestand (…) zu untersuchen“, schreibt der Loro Parque im vom Facebook-Post aus verlinkten Blogbeitrag auf der eigenen Website. Zuvor hatten verschiedene Tierschutzorganisationen für die Auswilderung von Orca-Mädchen Morgan geworben.

Peta fordert unter anderem auf seiner Website allgemein dazu auf, den Loro Parque zu einer Auswilderung Morgans zu bewegen: „Das Orca-Mädchen Morgan wird im Loro Parque auf Teneriffa eingesperrt und zu Kunststücken gezwungen.“ Dies sei „grausam und völlig inakzeptabel“, heißt es. „Morgan muss in eine Auffangstation am Meer überstellt werden, wo sie auf ihre mögliche Wiedervereinigung mit ihrer Heimat und ihrer Familie vorbereitet werden kann“, ist zudem auf der Website der Tierschützer zu lesen.

Orca-Haltung: Loro Parque wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Loro Parque entgegnet in seinem Beitrag, dass das Orca-Mädchen aus medizinischen Gründen nicht ausgewildert werden könne und wirft Peta bewusstes Verschleiern von Fakten vor: „Sie haben auch absichtlich Morgans ernsten Hörschaden verschwiegen, der von wissenschaftlichen Experten (welche von der Free Morgan Foundation selbst empfohlen wurden, um diese Untersuchung durchzuführen) bestätigt wurde. Es wurde festgestellt, dass sie möglicherweise völlig taub ist.“

Nach Angaben des Tierparks seien Schwertwale Teil einer Spezies, „deren Nahrungssuche und Sozialisierung im Wesentlichen vom Gehör abhängig ist“. Daher sei es „völlig unverantwortlich zu behaupten, man könne Morgan (…) freilassen.“

Verschiedene Tierschutzorganisationen werfen dem Loro Parque auf Teneriffa zudem vor, die Tiere nicht artgerecht zu halten. Als Beweise werden Narben und schlechte Zähne angeführt. Der Loro Parque bezieht auch dazu Stellung. Demnach kämen Verletzungen und abgenutzte Zähne auch in freier Wildbahn vor.

Dokumentarfilm kritisiert Loro Parque

Der Film „Blackfish“ (deutsche Version: „Der Killerwal“) hatte im Jahr 2013 für Aufsehen gesorgt. In der Dokumentation wird unter anderem das Schicksal von „Tilikum“, einem seit 1983 in Gefangenschaft lebenden Schwertwal, der am Tod dreier Personen beteiligt gewesen sein soll, berichtet. In dem Film kommen Tierpfleger zu Wort, die für Sea World oder den Loro Parque gearbeitet haben. Auch ein tödlicher Orca-Unfall im Loro Parque wird darin aufgearbeitet.

Im aktuellen Streit zwischen den Tierschützern und dem Loro Parque kündigte der Tiergarten rechtliche Schritte „gegen die Personen und Organisationen, die unser Bild und unseren Ruf durch falsche und manipulierte Informationen verletzen“, an.

Tierpark beheimatet größte Papageiensammlung der Welt

Der Loro Park liegt im Norden Teneriffas. Er wurde im Dezember 1972 als reiner Vogelpark gegründet und beheimatet heute die größte Papageiensammlung der Welt. Der Tiergarten wird von der deutschen Unternehmerfamilie um Wolfgang Kießling betrieben. Sie gelten als einer der größten Arbeitgeber der Kanaren.

Weitere Informationen und Nachrichten rund um den Loro Parque finden Sie hier.

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Veröffentlicht in: Teneriffa, Aktuelle Nachrichten, Loro Parque, Teneriffa Nord

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