Waldbrand auf Teneriffa erreicht bald Fläche von 3000 Hektar


Der Waldbrand auf Teneriffa hat bereits mehr als 2800 Hektar Fläche verbrannt. Diese Marke wurde in der Nacht erreicht. Über Tag wird das Feuer eine Fläche von 3000 Hektar überschreiten. Der Radius beträgt mehr als 25 Kilometer.

Lesedauer: 2 Min.

Der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, hat via Twitter mitgeteilt, dass der Waldbrand in der Gemeinde Arico auf Teneriffa inzwischen auf Kurs der 3000-Hektar-Marke ist. Sein regionaler Kollege auf Teneriffa, Pedro Martín, berichtete zudem von einer komplizierten Nacht.

Am Vormittag wurden neue Luftaufnahmen gemacht, um die Lage neu zu bewerten. Demnach konnte zumindest die Feuer-Front, die den Teide-Nationalpark erreicht hatte, gelöscht werden.

Waldbrand auf Teneriffa: Feuerwehr seit 24 Stunden im Dauereinsatz

Nach dem Rundflug soll der Beratende Ausschuss für Katastrophenschutz und Notfälle der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln (INFOCA) erneut zusammenkommen. Dann wird über weitere Maßnahmen entschieden.

Video – Waldbrände in Griechenland und auf Teneriffa:

Die Löschtrupps sind unterdessen seit mehr als 24 Stunden im Dauereinsatz. Viele der Wehrleute hatten seither keine Pause. Zu groß ist die Gefahr, die Kontrolle weiter zu verlieren. Und so arbeiten die Helferinnen und Helfer unermüdlich weiter.

Laut Kanaren-Präsident Torres sei die Lage diesmal anders als noch im Vorjahr auf La Palma oder 2019 auf Gran Canaria. Denn bei diesem Feuer ist das Gelände nicht so trocken wie seinerzeit, als die Waldbrände jeweils im Sommer ausbrachen und mit Hitze-Perioden zusammenfielen.

Auch daher breitet sich das Feuer diesmal anders aus. Die Flammen bleiben überwiegend am Boden und zerstören daher nicht flächendeckend alle Bäume.

Sturm facht Waldbrand bei Arico auf Teneriffa wieder an

Dennoch gibt es meteorologische Gesichtspunkte, die den Brandbekämpfern und der Einsatzleitung Sorgen bereiten: Die Sturmböen über den Kanaren sind weiter konstant und fachen die Flammen immer wieder neu an. Zudem machen sie die weitere Ausbreitung bisweilen unberechenbar.

Trotz allem sieht Torres einen Fortschritt: „Die Dinge laufen zum Besseren“, sagte der Präsident. Dennoch erwarte er, dass das Feuer die Insel wohl noch „zwei weitere Tage“ in Atem halte. Regierungssprecher Julio Pérez sprach unterdessen davon, dass „die Kontrolle über die Flammen näher rückt“.

Zudem konnte verhindert werden, dass das Feuer auf benachbarte Wohngebiete übergreift. Zwischenzeitlich bestand die Sorge, dass die Gemeinde Granadilla de Abona von der West-Flanke des Waldbrands getroffen werden könnte.

Das Feuer war am Donnerstagmittag im Gemeindegebiet von Arico im Südosten Teneriffas ausgebrochen. Seither sind mehr als 300 Helferinnen und Helfer sowie fünf Lösch-Helikopter und drei Löschflugzeuge im Dauereinsatz.

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Waldbrand auf Teneriffa erreicht bald Fläche von 3000 Hektar

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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