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Gran Canaria: Hund in den Müll geworfen – Polizei hat heiße Spur


Auf den Kanarischen Inseln ist ein Hund gestorben, nachdem die Halterin das Tier einfach in den Müll geworfen hatte. Die Polizei hat nun eine heiße Spur.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Ausgemergelt und völlig verängstigt hat ein Mann auf Gran Canaria einen Hund im Müll entdeckt. Er befreite das Tier aus seiner Falle. Doch für den Hund kam jede Hilfe zu spät. Der Dackel-Mischling verstarb einige Tage später. Jetzt ermittelt die Polizei auf den Kanaren.

Die Beamten der Umwelt- und Tierschutzgruppe der Polizei von Las Palmas de Gran Canaria haben bereits eine heiße Spur. Sie führt zur Halterin des Hundes. Sollte die 54-Jährigen überführt werden können, droht ihr eine herbe Strafe.

Laut Polizei-Protokoll wurde der Hund im Viertel Triana entdeckt. Aus einem Container sei ein lautes Wimmern hörbar gewesen. Zunächst habe der Mann dem Geräusch keine Beachtung geschenkt. Als er einige Stunden später erneut an der Stelle vorbei kam und das Wimmern noch immer hörbar war, machte er sich auf die Suche – und erschrak.

Man auf Gran Canaria befreit Hund aus geschlossener Mülltüte

Als dem Mann bewusst wurde, dass es sich um tierisches Wimmern und offenbar um eine Notsituation handelte, habe er nach dem Tier gesucht, gab er wenig später bei der Polizei zu Protokoll.

Nach kurzer Zeit sei klar gewesen, dass das Geräusch aus dem Inneren des Containers kam. Er habe daher damit begonnen, den Müllcontainer zu durchsuchen. In einer verschlossenen Mülltüte habe er schließlich den Hund entdeckt und umgehend befreit.

Sofort wurde die Polizei involviert. Als die Beamten feststellten, dass der Mischling bereits Schwierigkeiten hatte, sich eigenständig zu bewegen, wurde die Tierrettung benachrichtigt. Die Mitarbeitenden brachten den Hund schließlich in eine Tierklinik.

Gran Canaria: Arglos weggeworfener Hund stirbt in Tierklinik

Noch während die Ermittlungen liefen, teilte die Tierklinik den Beamten mit, dass der Hund seinen davongetragenen Verletzungen erlegen sei. Die Beamten fanden wenig später heraus, dass er einer 54-Jährigen gehörte. Sie ist als alleinige Besitzerin registriert.

Der Frau wird nun vorgeworfen, den Hund ausgesetzt zu haben. Da er wenig später verstarb, wird der Fall als schwerwiegend eingestuft. Das neue Tierschutzgesetz in Spanien sieht dafür empfindliche Strafen vor.

Die Beamten leiteten eine Anzeige wegen Aussetzens mit Todesfolge ein. Sie stuften den Verstoß gegen den Tierschutz vorerst als schwerwiegend ein. Dafür sind Strafen zwischen 10.000 und 50.0000 Euro vorgesehen. Sollte ein Gericht diese Einschätzung bestätigen, droht der Halterin ein entsprechend hohes Bußgeld.


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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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