Nach einem grausigen Fund bittet die Polizei von Gran Canaria um Mithilfe. Die Beamten bestätigten, sechs Hunde in einem Müllcontainer entdeckt zu haben. Die Tiere waren bereits verendet. Jetzt wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten.
Die Hunde waren am Donnerstag in einem Müllcontainer in der Gemeinde Telde entdeckt worden. Der Fundort liegt direkt an der GC-80 bei El Palmital.
Gegen 14.10 Uhr ging in der Leitstelle der örtlichen Polizei ein Hinweis ein. Eine Anruferin meldete mehrere Hundekadaver in einem Container. Eine Polizeistreife rückte aus und stellte bereits bei der Ankunft einen starken Geruch fest, wenig später gab es traurige Gewissheit.
Hunde in Müllcontainer auf Gran Canaria entdeckt
Die Beamten öffneten den Container und fanden mehrere Hunde in Plastiksäcken. Eine Veterinärin des städtischen Tierheims wurde hinzugerufen, um die Kadaver zu begutachten und Proben zu entnehmen. Ziel ist es, die Tiere und ihre Besitzer zu identifizieren, wie die Stadtverwaltung von Telde mitteilte.
Während der Untersuchung wurden mehrere Beweisfotos erstellt. Die Tiere gehörten zur Kategorie Potenziell Gefährlicher Hunde, im Volksmund „Kampfhunde“ genannt. Die Tiere wogen zwischen 20 und 25 Kilogramm. Sie wiesen sichtbare Verletzungen auf. Laut erster Einschätzung der Veterinärin waren die Tiere bereits seit mehr als 24 Stunden tot.
Nach der Untersuchung wurden die Kadaver aus dem Container entnommen, um die Ermittlungen fortzusetzen. Dies diene auch dem Schutz der Anwohnenden, um ihnen den starken Geruch zu ersparen, hieß es.
Die Polizei von Telde, die Abteilung für Tierschutz und das SEPRONA-Team der Guardia Civil von San Mateo arbeiten nun zusammen, um den oder die Verantwortlichen zu ermitteln.
Kanaren: Tierschutzgesetz sieht erhebliche Strafen vor
Die Behörden bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Wer Hinweise geben kann, soll sich bei der Polizei von Telde unter der Telefonnummer 928 13 90 60 oder per E-Mail unter policialocal@telde.es melden.
Das Tierschutzgesetz von Spanien sieht im Fall von Tierquälerei erhebliche Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen vor. Es gilt als eines der schärften Gesetze zum Schutz von Tieren in ganz Europa.






















Leserkommentare zu:
Gran Canaria: Sechs „Kampfhunde“ im Müll entdeckt – Polizei bittet um Hilfe
Seit Jahrzehnten gibt es in Zuhälter- und andere kriminelle Kreise, Arenen und Treffpunkte in und an denen man Kampfhunde aufeinander hetzt – natürlich unter Einsatz horrender Geldsummen.
Wenn wir hier über Kampfhunde reden, denken die meisten an American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Mastino Napoletano etc. In kriminellen Kreisen tauchen aber auch Hunde auf, deren Namen man seltener hört: Kangal, Tosa Ino, Preso Canario beispielsweise.
Dazu muss man wissen, dass diese Tiere nicht als aggressive Kampf- und Tötungsmaschinen geboren werden. Sie werden von Menschen dazu gemacht. Das geht aber nicht von heute auf morgen, dazu braucht man Sachverstand und Geduld. Erst recht, wenn man beabsichtigt, mit dem Hund viel Geld zu verdienen. Mittlerweile gibt es professionelle Trainingsanlagen, in denen die Tiere nicht nur „scharf gemacht“ werden. Dort werden sie von ausgebildeten Trainern wie Athleten, „fit“ gemacht. Sie kommen aufs Laufband, sie erhalten hervorragende Kost. Das alles muss bezahlt werden und sich letztlich im Kampf gegen Artgenossen rentieren.
Ein Millionengeschäft, das an Grausamkeit nicht zu überbieten und der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt ist. Schließlich läuft alles streng geschützt in diesen Subkulturen ab, die mit harten Regeln arbeiten.
Das bedeutet natürlich nicht, dass es darüber hinaus nicht auch Hirnamputierte gibt, die meinen, sie könnten ihre Hunde doch mal im Freundes- oder Nachbarschaftskreis gegeneinander antreten lassen.
So gibt es immer wieder Anzeichen nach außen, und da muss man ansetzen und nachfragen, welchen Sachverstand haben eigentlich Behörden? Trainierte und ausgebildete Kampfhunde der beschriebenen Art werden über Kontinente hinweg zu Höchstpreisen verkauft. Das heißt, sie kommen per Flugzeug. Längere und belastendere Wege werden den Tieren nicht zugemutet.
Trainingsanlagen befinden sich meist außerhalb stark bewohnter Gegenden. Oftmals werden Hinweise aus der Bevölkerung über Hundegebell ignoriert, da man von einer normalen Lärmbelästigung ausgeht. Hier wäre jetzt der erste Ansatzpunkt: Auswertung der Hinweise auf Hundegebell (falls sie schriftlich fixiert wurden), bzw. Appell an die Bevölkerung, solche Feststellungen der Polizei zu melden. Dazu könnte auch Teneriffa News aufrufen.
In der heutigen Zeit wäre der polizeiliche Einsatz von Drohnen eine sehr gute Maßnahme zur Erkundung von Gelände und Behausungen.
Außerdem sollten die Personen und deren Umfeld, die zur Zeit Hunde einer prädestinierten Art besitzen, polizeilich überprüft werden. Wenn es auch nur geringste Zweifel an der charakterlichen Eignung dieser Personen gibt, müssten die Hunde beschlagnahmt werden.
Ich habe immer das eine Bild aus Los Christianos vor Augen (ohne irgendwelche Vorurteile schüren zu wollen): Männlich, Anfang 20, Goldkette, Goldringe, Zigarette im Mund, Trainingshose und Basketballshirt – an der kurz gefassten Leine ein Kampfhund. Während ich die Straßenseite wechselte, fragte ich mich, woher dieser junge Mann die Berechtigung hatte, einen Hund dieser Art zu halten.
Und zum Schluss noch ein Hinweis: Hunde dieser Art unterscheiden oftmals nicht zwischen Mensch und Tier. Sie sehen im Gegenüber einen Gegner, den es zu vernichten gilt. Und sie hören, wenn überhaupt, nur auf Ihren Besitzer. Daher höchste Vorsicht. Denken Sie an Ihre Gesundheit.
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