Jahresrückblick 2012: Teneriffa in Zahlen, Daten und Fakten


Mehr Kreuzfahrer aber weniger Urlauber, höhere Steuern aber Mehreinnahmen bei der Sozialversicherung, mehr Selbstständige aber weniger Anmeldungen beim Straßenverkehrsamt: Das Jahr 2012 hat auf Teneriffa allerhand Zahlen, Daten und Fakten generiert. Eine Zusammenstellung:

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Arbeitslosenzahlen auf Teneriffa

Im Jahr 2012 wurden auf Teneriffa mehr als 70.500 Arbeitsverträge und damit rund 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr geschlossen. dennoch bereiten die Arbeitslosenzahlen wie in jedem Jahr Grund zur Besorgnis. Auch 2012 waren viele Menschen ohne Job. Knapp 35.000 Arbeitslose zählte die Regierung im Jahr 2012. Besonders betroffen gewesen sei demnach der Norden Teneriffas. Nach Angaben des Arbeitsamtes seien die Zahlen in La Guancha und auch San Juan de La Rambla am höchsten, alarmierend sei die Lage aber im gesamten Gebiet zwischen Tacoronte und Buenavista del Norte. Die Gemeinden kämpfen demnach mit den höchsten Arbeitslosenzahlen des Nordens.

Mehr Kreuzfahrer, weniger Touristen auf Teneriffa

Erneut gingen die Touristenzahlen aufs Jahr gesehen zurück. Im Jahr 2012 wurden 10.101.493 Urlauber gezählt. Einem Rückgang vom spanischen Festland um 2,1 Prozent steht ein Plus bei den anderen europäischen Ländern gegenüber. Insgesamt sank die Zahl der Urlauber damit um nur knapp 0,4 Prozent. Bei den Kreuzfahrten ist die Entwicklung dagegen umgekehrt: 152 Schiffe brachten 398.000 Besucher nach Santa Cruz. Ein Rekord.

Wirtschaft auf den Kanaren

Unterdessen wurde auf den Kanaren bei den Anmeldungen zur Sozialversicherung ein Plus von 1,4 Prozent verzeichnet. Das teilte die Regierung mit. Im Jahr 2012 gab es demnach mehr als 108.000 Neuanmeldungen. Die meisten Personen davon seien selbstständig.

Auto-Zulassungen

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Die Autohändler der Kanaren konnten von dieser positiven Entwicklung nicht profitieren: Die Verkaufszahlen gingen auch 2012 weiter zurück und gehen vorerst als die schlechtesten der Geschichte in die Statistiken ein. Im Vorjahr wurden auf den gesamten Kanarischen Inseln knapp 39.000 Autos zugelassen. Die Verkaufszahlen bei Neufahrzeugen gingen damit seit 2008 sogar um 68 Prozent zurück.

Steuern

2012 reichten die Kanarios knapp 622.000 Steuererklärungen ein. Die Abrechnungen für 2011 spülen voraussichtlich knapp 400 Millionen Euro aus den Kassen heraus. Soviel nämlich fordern die Einwohner in ihren Steuererklärungen zurück. Nach angaben des Finanzamtes seien inzwischen nahezu alle Anträge bearbeitet.

Niederschläge und Anzeigen des Wasseramts

Bis zum Winter war das Vorjahr eines der trockensten der Geschichte. Dann jedoch gab es teils extreme Niederschläge. Die Barrancos, die zum Abfluss des Regenwassers aus den höheren Lagen zum Meer dienen, wurden auch 2012 wieder vermehrt für die Müllentsorgung genutzt. Knapp 100 entsprechende Anzeigen wurden geschrieben (2011: 75). Schutt, Sperrmüll, Elektroschrott und sogar Altautos sorgen für einen erschwerten Abfluss des Regenwassers und damit immer wieder für vermeidbare Überschwemmungen

Rauchen ist Todesursache Nummer 1

Darf den Angaben der kanarischen Mediziner Glaube geschenkt werden, ist der Tabak-Konsum die Haupt-Todesursache 2012. Demnach seien allein 2200 Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen.

Tabak wird teurer

Nahezu zeitgleich zum Bekanntwerden dieser Zahlen (und dennoch vermutlich unabhängig davon), wurden im Januar die Preise für Tabakwaren erhöht. Zigaretten wurden durchschnittlich um 30 Cent teurer. Dennoch ist eine Stange Zigaretten je nach Standort noch immer für rund 12 Euro erhältlich.

CD Teneriffa ist auf Kurs

Das Fußball-Aushängeschild der Insel, CD Teneriffa, entwickelt sich sehr gut. Der einstige Europacup-Teilnehmer hat sich vom Abstieg in der Saison 2010/11 aus der zweiten spanischen Liga in die dritthöchste Spielklasse inzwischen erholt. In der aktuellen Saison der „Segunda Division B Gruppo 1“ überwinterte CD auf dem ersten Platz.

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Kabeldiebstähle

Allein in La Laguna entstand 2012 ein Sachschaden von rund 50.000 Euro durch Kabeldiebstähle bei der Straßenbeleuchtung. Die Stadt reagierte inzwischen auf eine eher ungewöhnliche Art: Mehr als 1100 Kanaldeckel wurden zugeschweißt, weitere 3000 sollen folgen.

Auswanderer

Viele Europäer zieht es jedes Jahr auf die Kanaren. Das milde Klima lockt immer mehr Ausländer vom Festland nach Teneriffa. Doch es geht auch andersherum: 2012 verließen knapp 8500 Anwohner die Kanarischen Inseln. Als Hauptgrund wird der schwierige Arbeitsmarkt angegeben.

Spenden für Bedürftige

Die Caritas von Santa Cruz half rund 21.000 Menschen. Mehr als 1100 Freiwillige unterstützen die rund 80 Hauptamtlichen Helfer bei der Sozialarbeit.

Landwirtschaft leidet

Für die Landwirtschaft endete ein schwieriges Jahr: Auf den Kanaren wurde den Erzeugern trotz steigender Kosten teils weniger für ihre Produkte gezahlt. Dennoch stiegen die Preise im Handel an. Durchschnittlich bekamen Landwirte keine 75 Cent für ein Kilo ihrer Erzeugnisse, während im Einzelhandel fast 3,30 Euro dafür verlangt wurden.

Residenten-Zertifikate werden online bestellt

Das Internet wird auch unter Rentnern immer beliebter. Diesen Rückschluss legt eine Entwicklung bei der Anforderung der Residenten-Ausweise nah. Seit die Papiere online angefordert werden können, verzeichnete allein Santa Cruz mehr als 22.000 entsprechende Bestellungen.

Weniger Müll

Allein in der Hauptstadt fielen rund 81 Tonnen Müll an. Das ist bereits ein positiver Trend: 2012 wurde knapp sechs Prozent weniger Müll produziert als im Jahr zuvor. Im Zuge der Müll-Diskussion wurde erneut über ein Einwegpfand gesprochen. Ob es hier tatsächlich zu einer Einigung kommt, ist jedoch weiter unklar.

>>> Den Jahresrückblick für 2013 finden Sie hier <<<

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