Tierquälerei: Wanderer finden Zwinger voll kranker Hunde

Deutsche Urlauber haben beim Wandern auf Teneriffa einen Zwinger voller Hunde in erbärmlichem Zustand entdeckt. Die Touristen riefen sofort die Polizei. Beim Eintreffen der Beamten waren die Hunde bereits verschwunden. Die Polizei sucht nach den Tierquälern.

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Ein Zwinger voller Podencos in miserablem gesundheitlichen Zustand ist von Urlaubern entdeckt worden, die zwischen Palo Blanco und Las Llanadas in Los Realejos auf Teneriffa wandern waren. Wie die Touristen später aussagten, seien zwölf Tiere eingepfercht gewesen. Die Podencos seien abgemagert, unterernährt und teilweise verletzt gewesen. Der Gestank rund um den Zwinger war demnach „unzumutbar“.

Auf dem Boden seien Blut und Exkremente gewesen. Außerdem hätten sich überall Knochen befunden, die möglicherweise sogar von anderen Hunden stammen könnten, hieß es.

Die Wanderer hatten Bekannte herbeigerufen, um gemeinsam Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Als die Beamten schließlich eintrafen, war der Zwinger bereits leer. Die Polizei geht davon aus, dass der oder die Täter einen Tipp aus der Nachbarschaft bekommen oder die Wanderer sogar selbst beobachtet und dann schnell gehandelt hatten.

Vier der Hunde sollen mit einem Chip ausgestattet sein, so dass der Halter möglicherweise auf diesem Weg identifiziert werden kann. Die Polizei hat bereits Ermittlungen aufgenommen. Auch eine Untersuchung der Knochen wurde veranlasst, um herauszufinden, ob es sich dabei um Futter oder um andere Hunde handelte.

Spendenaktion für gequälten Hund auf Teneriffa

Im Süden Teneriffas wurde ebenfalls ein Fall von Tierquälerei publik. Eine fünf Monate alte Kanaren-Dogge war zum Einschläfern zu einem Tierarzt in El Médano gebracht worden. Das junge Tier hatte eine zertrümmerte Hüfte. Die Tierarzt entschied sich jedoch dazu, den Hund nicht zu töten. Stattdessen entlockte er dem Besitzer sogar ein Geständnis.

Demnach hatte der Mann mit einer Schaufel auf das Tier eingeschlagen und es dabei schwer verletzt. Während die Polizei auch dort Ermittlungen aufgenommen hat, versuchen Tierschützer den kleinen Yako zu retten. Den Veterinären zufolge habe der kleine Hund eine fünfprozentige Chance, wieder Laufen zu lernen.

Die beiden Tierschutz-Organisationen „Peluditos Médano“ und „El Club de la Huella“ sammeln derzeit Spenden für die anstehenden Operation und wollen Yako im Anschluss ein neues Zuhause vermitteln. Für Samstag, den 28. Januar, ist im Tiercenter „Koala Sur“ in Las Chafiras auf Teneriffa zudem eine Spendenaktion für Yako geplant.

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