Waldbrand auf Teneriffa ist unter Kontrolle, aber weiter aktiv


Die Feuerwehr hat die gesamte Nacht gegen die Waldbrände bei Arico auf Teneriffa angekämpft. Den Helfern gelang es schließlich, das Feuer zu kontrollieren. Die Löscharbeiten dauern weiter an.

Lesedauer: 2 Min.

Mehr als 3300 Hektar Fläche haben auf Teneriffa bereits gebrannt. Das betroffene Gebiet erstreckt sich über mehr als 27 Kilometer. Das bestätigte die Einsatzleitung auf der größten der Kanarischen Inseln. Mehr als 100 Feuerwehrleute haben die Nacht über durchgearbeitet. Schließlich gelang es, die Flammen weitgehend zu kontrollieren.

Nach Angaben der Einsatzleitung seien insbesondere die meteorologischen Bedingungen während der Nacht günstig gewesen. So war es den Feuerwehrleuten und Helfern möglich, sich gegen die Feuerwalze durchzusetzen. Mit dem Morgengrauen nahm dann auch die Luftunterstützung wieder ihre Arbeit auf.

Video – Waldbrände in Griechenland und auf Teneriffa:

In den Tagen zuvor hatten Sturmböen immer wieder für neue Flammenbildungen  gesorgt. Das spanische Wetteramt Aemet hatte eine Sturmwarnung der Alarmstufe Gelb ausgegeben.

Waldbrand auf Teneriffa: Kanaren-Präsident dankt Feuerwehr für „außergewöhnliche Arbeit“

Dennoch ist der Waldbrand weiterhin aktiv. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, mahnte via Twitter zur Vorsicht. Zudem bedankte er sich bei den Hunderten Helfern sowie den Besatzungen der zusammen acht Helikopter und Flugzeuge. Sie hätten „außergewöhnliche Arbeit“ geleistet, schrieb Torres.

Die Unterstützung aus Gran Canaria zog sich nach Angaben der Regierung der Kanarischen Inseln aufgrund der verbesserten Prognose am Sonntag zurück.

Kiefernwälder auf Teneriffa strotzen dem Waldbrand

Nach Angaben des Bürgermeisters von Arico, Sebastián Martín, sei die gute Nachricht in der aktuellen Situation, dass es sich größtenteils um einen Oberflächenbrand handelte, der nicht auf dem gesamten Gebiet alles vernichtete, sondern in erster Linie Gestrüpp. Demnach seien den Flammen vor allem Tot- und Unterholz zum Opfer gefallen.

Viele der großen Kanaren-Kiefern seien hingegen unbeschadet geblieben. „Der Umweltschaden ist groß, doch wir wissen, dass sich die Kanarische Kiefer erholen kann“, sagte er. Tatsächlich haben diese Bäume die Besonderheit, dass sie Waldbränden standhalten oder sich im Anschluss schnell erholen können. Mehr dazu erfahren Sie nachfolgend:

Wundersame Kanaren-Kiefer: So erholt sich der Wald nach einem Feuer
Wundersame Kanaren-Kiefer: So erholt sich der Wald nach einem Feuer

Der Stadtrat für Bürgersicherheit, Andrés Martínez, sprach ebenfalls von verhältnismäßig guten Nachrichten, da keine Räumungen durchgeführt werden mussten und Ortschaften verschont blieben. „Wir kommen bei der Kontrolle des Feuers gut voran. Nun hoffen wir, dass es bald endgültig gelöscht ist.“

Der Waldbrand war zwischenzeitlich auch in den Teide-Nationalpark eingedrungen. Die Feuerwehr konnte die Flammen dort jedoch – auch durch die Luftunterstützung – schnell kontrollieren und eine weitere Ausdehnung verhindern.

Die Behörden haben das Betreten der Berge und Wandergebiete von Arico, Fasnia, Granadilla de Abona, Vilaflor und des Teide-Nationalparks vorübergehend verboten. Es wird dringend darum gebeten, das betroffene Gebiet weiträumig zu meiden.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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