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Mittwoch, 24. Juni 2026
Kanaren

Corona als Blocker für die Krebs-Therapie auf den Kanaren

Das Coronavirus hat auf den Kanaren dringende Behandlungen anderer Krankheiten verkompliziert oder unmöglich gemacht. Zum Weltkrebstag spricht die spanische Vereinigung gegen Krebs (AECC) über die Situation auf den Kanarischen Inseln. Die Bilanz ist düster.

Für die Behandlung von Krebs-Erkrankungen war die Pandemie auf den Kanarischen Inseln „katastrophal“. Zu dieser Einschätzung kommt die spanische Vereinigung gegen Krebs (AECC). Absagen von Operationen, Patienten, die auf Untersuchungen warten, und Verzögerungen bei Diagnose und Behandlung seien die Folge des überlasteten Gesundheitssystems.

Der Präsident der AECC, Fernando Fraile, spricht zum Weltkrebstag, der am 4. Februar begangen wird, über den Schaden, der durch die aktuelle Situation entstanden ist. Demnach habe die Pandemie den Kampf gegen die Krankheit „um Jahre zurückgeworfen.“

Fraile sagt weiter: „Wir hatten im Kampf gegen diese Krankheit große Fortschritte gemacht.“ Die Pandemie habe „uns zunächst alle unvorbereitet getroffen“, sagt der Experte. „Und es war bisher nicht möglich, einen Großteil der Mechanismen, die wir vorher hatten, zu reaktivieren.“

Kanaren registrieren 11.400 Krebs-Diagnosen pro Jahr

Auf den Kanaren werden jedes Jahr durchschnittlich 11.400 Krebsdiagnosen gestellt. Dies betrifft etwa 6500 Männer und 4900 Frauen. Fraile erklärt, dass die Zahl der Patienten, die in frühen Stadien operiert werden müssen, stetig zunehme.

Die Diagnose werde gestellt, „wenn die Krankheit fortgeschritten ist, so dass ihre Behandlung manchmal zu spät beginnt.“ Dies passiere häufiger, als gemeinhin angenommen. Außerdem würden jedes Jahr mehr als 5000 Patienten an Krebs sterben, sagte Fraile weiter.

Die meisten Tumore würden in Dick- und Enddarm diagnostiziert (1656). Zudem gebe es 1482 Prostatakrebs-Diagnosen, gefolgt von Brustkrebs (1397 Fälle) und Lungenkrebs (1339).

Krebs-Therapie: Kanaren wollen Überlebensrate von 70 Prozent erreichen

Die AECC wolle sich künftig moderner aufstellen. Um auch jüngere Menschen von der Wichtigkeit, frühzeitiger Präventionsuntersuchungen zu überzeugen, wolle man sich zugänglicher geben und stärker mit der Gesellschaft vernetzen.

Bezogen auf den Kampf gegen die Krankheit wurden ebenfalls neue Ziele gesetzt: Der Plan für die kommenden Jahre sehe vor, der Krebsforschung mehr Ressourcen zu beschaffen. Eines der Ziele sei es, eine Überlebensrate von 70 Prozent zu erreichen.

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