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Unwetter Therese: Kanaren ziehen erste verheerende Bilanz

Heftiger Regen, orkanartige Böen und meterhohe Wellen haben auf den Kanaren eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Eine Zwischenbilanz zu Unwetter Therese.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 3 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Unwetter Therese hat auf den Kanaren massive Schäden verursacht: Straßen wurden gesperrt, Küstenabschnitte zerstört und tausende Haushalte waren ohne Strom.
  • Besonders betroffen sind Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote mit Erdrutschen, unterspülten Straßen und verwüsteten Uferpromenaden.
  • Die Niederschläge erreichten lokal über 300 Liter pro Quadratmeter, Aufräumarbeiten werden noch längere Zeit dauern.
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Unwetter Therese hat die Kanarischen Inseln mit voller Wucht getroffen und binnen weniger Tage erhebliche Schäden verursacht. Besonders betroffen sind Küstenregionen, Verkehrswege und die Energieversorgung.

Die Zwischenbilanz offenbart ein vielschichtiges Schadensbild von Überflutungen bis zu strukturellen Schäden. In mehreren Regionen der Kanarischen Inseln summierten sich die Niederschläge schon jetzt auf mehr als 300 Liter pro Quadratmeter.

Die Wassermassen ließen Barrancos zu reißenden Sturzbächen anschwellen und führten zu lokalen Überschwemmungen in tiefer gelegenen Gebieten. Die bisher wichtigsten Schadensbereiche im Überblick:

Unwetter Therese trifft die Kanaren erheblich

Auf Gran Canaria führten die extremen Regenmengen dazu, dass mehrere Straßen gesperrt werden mussten. Die GC-605 wurde im Bereich El Pajar geschlossen, wodurch Anwohner in höher gelegenen Gebieten zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten waren. Auch die GC-210, die La Aldea mit Tejeda und Artenara verbindet, ist auf den ersten fünf Kilometern unpassierbar.

Weitere Sperrungen betreffen die GC-608 und die GC-505 sowie Zufahrten zu Aussichtspunkten und abgelegenen Regionen. Der Grund sind Erdrutsche, auf die Fahrbahn gestürzte Felsen und unterspülte Abschnitte.

Auf Teneriffa kam es ebenfalls zu massiven Schäden an der Verkehrsinfrastruktur. In El Rosario wurde eine Küstenstraße auf mehreren Metern unterspült und teilweise zerstört. Die Fahrbahn sackte ab, eine Straßenlaterne stürzte den Hang hinab. Der Bereich gilt als einsturzgefährdet und ist nur eingeschränkt nutzbar. Auch die Zufahrt nach Almáciga ist durch Schäden und Geröll eingeschränkt, ebenso wie Tunnelbereiche im Anaga-Gebirge, in denen es zu Steinschlägen kam.

Kanaren-Unwetter sorgt für Schäden an mehreren Küsten

Ein weiterer Schwerpunkt der Schäden liegt an den Küsten. In Arrecife auf Lanzarote wurden ganze Abschnitte der Uferpromenade zerstört. Pflastersteine wurden herausgerissen, Mauern brachen ein und Wege sind nicht mehr begehbar. Zugänge zu Stränden wie El Reducto und La Arena wurden beschädigt, ebenso verschiedene Einrichtungen. Auch ein Teil eines Piers wurde durch die Wellen stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Küstenstraße musste gesperrt werden, nachdem Gebäudeteile auf die Fahrbahn gestürzt waren.

Auch auf Teneriffa richtete das Meer erhebliche Schäden an. In Radazul und Bocacangrejo wurden Küstenbereiche verwüstet, während in Los Cristianos Teile einer Promenade beschädigt wurden. In La Caleta de Interián brach ein Küstenhang teilweise ein. In mehreren Orten drang Wasser in Häuser ein, was Räumungen notwendig machte, etwa in El Puertito. Zudem wurden in La Laguna natürliche Meeresschwimmbecken beschädigt.

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Unwetter Therese hat auf de Kanaren für Überschwemmungen gesorgt.

Neben Straßen und Küstenanlagen traf es auch die Energieversorgung. Tausende Haushalte waren ohne Strom. Besonders stark betroffen waren Regionen im Süden und Westen Teneriffas, darunter Adeje, Arico und Fasnia. In einigen Orten dauerte der Stromausfall mehr als zwölf Stunden. Ursache waren beschädigte Leitungen und umgestürzte Masten, deren Reparatur durch den anhaltenden Sturm erschwert wurde.

Auch Gebäude und Infrastruktur wurden in Mitleidenschaft gezogen. In Buenavista del Norte wurde das Dach eines landwirtschaftlichen Gebäudes teilweise abgerissen. In anderen Gemeinden stürzten Bäume auf Straßen oder beschädigten Fahrzeuge und Leitungen. Ein Wasserkanal bei Los Silos wurde durch herabfallende Felsen zerstört, sodass Wasser unkontrolliert austrat und die Versorgung eingeschränkt war.

Starkregen sorgt für Erdrutsche auf den Kanaren

Wie die staatliche Wetterbehörde Aemet berichtet, gingen die intensiven Regenfälle mit starken Windböen und anhaltenden Gefahren durch Erdrutsche einher. Nach Angaben der Notfalldienste wurden allein auf Gran Canaria rund 15 Erdrutsche in kurzer Zeit registriert, während gleichzeitig mehr als zweitausend Haushalte ohne Strom waren.

Auch im urbanen Raum waren die Schäden sichtbar: In Santa Cruz de Tenerife mussten Einsatzkräfte dutzende Male ausrücken, um Geröll zu beseitigen, Wasser abzupumpen oder lose Bauteile zu sichern. Fassadenteile stürzten auf Straßen, Bereiche wurden abgesperrt, um Passanten zu schützen.

Kanaren-Unwetter Therese hat nicht nur punktuelle Schäden verursacht, sondern die Infrastruktur vieler Inseln gleichzeitig getroffen. Straßen sind beschädigt, Küstenbereiche zerstört und Versorgungsnetze beeinträchtigt. Am Wochenende hält das schlechte Wetter an vielen Stellen der Kanaren an. Auch wenn sich der Sturm dabei allmählich beruhigt, werden die Aufräumarbeiten und Reparaturen noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

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Über den Autor

Unwetter Therese: Kanaren ziehen erste verheerende Bilanz

wurde geschrieben von:

Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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