CD Teneriffa eröffnet Leistungszentrum – jetzt soll ein neues Stadion her


CD Teneriffa ist in der ersten Liga angekommen. Nicht bezogen auf die Spielklasse, wohl aber was die Bedingungen angeht. Denn Teneriffas erster Fußball-Verein hat kräftig investiert. Mit einem neuen Leistungszentrum sollen Talente gefördert und der Klub professionalisiert werden. Als nächstes plant der Verein zusammen mit dem Cabildo ein neues Stadion.

Lesedauer: 3 Min.

Javier Pérez war zwischen 1986 und 2002 Präsident des CD Tenerife. Damit hat der Professor für Gynäkologie die glorreichen Zeiten von Teneriffas erstem Fußball-Klub nicht nur erlebt, sondern maßgeblich geprägt. Mit kleinen Mitteln mischte der Club Deportivo in der Primera Division, Spaniens erster Liga mit. Und sogar international errang Teneriffa Achtungserfolge.

Die Talfahrt mit zwischenzeitlichen Aufenthalten in der dritten Liga musste Pérez nicht mehr verfolgen. Er starb im Jahr 2004 und erlebte daher nur eine kurze Stippvisite in der Liga zwei.

Der größte Traum des früheren Präsidenten war stets ein Leistungszentrum für die Ausbildung von Talenten. Und genau das wurde nun eröffnet. Zur Ehre des früheren Präsidenten trägt es in dessen Gedenken seinen Namen: Die Sportstadt Teneriffa Javier Perez (Ciudad Deportiva de Tenerife Javier Perez):

CD Teneriffa Leistungszentrum Eröffnung

Das neue Fußball-Leistungszentrum des CD Teneriffa. Foto: Verein

Das neue Leistungszentrum bietet vier Fußballplätze. Zwei mit Natur- und zwei mit Kunstrasen. Zudem gibt es auf dem 11.600 Quadratmeter umfassenden Areal ein großes Gebäude, in dem sich die Spieler an einem langen Trainingstag bei Vollverpflegung aufhalten können.

Auch ein Wohnheim mit 17 Zimmern gehört zur Ausstattung, so dass Talente gefördert und unterkommen können. CD Teneriffa setzt damit den eingeschlagenen Wachstumskurs fort. Innerhalb der vergangenen drei Jahre wurden beispielsweise fünf Frauenmannschaften etabliert.


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Platz 1 der neuen Anlage verfügt zudem über Tribünen, so dass bei Trainingsspielen der ersten sowie bei Partien der anderen Mannschaften bis zu 1600 Zuschauer einen Platz finden. Knapp vier Jahre wurde an dem Projekt gearbeitet. Dabei wurden fast zwölf Millionen Euro eingesetzt.

Teneriffa plant neues Fußballstadion

Damit nicht nur die Trainingsbedingungen erstklassig werden, denkt die Inselverwaltung Teneriffas nun sogar darüber nach, ein neues Stadion zu bauen. Das Estadio Heliodoro Rodríguez López (Foto oben) ist schon seit langem in die Jahre gekommen. Damit es überhaupt noch als Austragungsort der Heimspiele herhalten kann, wurden immer wieder Umbauten vorgenommen.

Der Verein hatte das Thema bereits im vergangenen Jahr aufgebracht. Doch sowohl Klub als auch Inselverwaltung blicken auf klamme Kassen. Daher wird derzeit über einen Verkauf des Grundstücks nachgedacht. Es steht inmitten der Hauptstadt Santa Cruz und dürfte daher bei einem Verkauf einen interessanten Betrag einbringen.

Die Insel-Politik zeigte vorsichtiges Interesse daran, das Grundstück abzutreten – wenn im Gegenzug keine Gelder von den Konten fließen müssten. Der Klub wiederum müsste dann direkt oder indirekt die fehlenden Millionen aufbringen, um einen Neubau zu finanzieren.

Sollte es zu einem Projekt dieser Art kommen, soll das Stadion nach Möglichkeit in der Hauptstadt verbleiben, heißt es von Seiten des Klubs. Aus Tradition. Allerdings ist man sich dort auch der knappen Kapazitäten auf dem Stadtgebiet bewusst. Daher sei auch die Metropolregion in Ordnung, hieß es weiter – also das um La Laguna erweiterte Gebiet im Norden Teneriffas.

Eine moderne Anlage benötigt viel Platz „und der Klub hat viele Optionen geprüft“,  sagte der Präsident der Kanaren-Insel, Pedro Martín bei der Eröffnung. Man warte daher auf eine Einigung zwischen der Insel, dem Klub und der Regierung der Kanarischen Inseln. Bedeutet: Teneriffa hofft auch auf eine Finanzspritze der regionalen Politik.

Ob es zu einem Neubau kommt, bleibt abzuwarten. Fest steht unterdessen, dass der Unterhalt des alten Stadions allmählich zu teuer für Stadt und Insel wird. An einem Neubau hat demnach auch die lokale Politik großes Interesse.

Für CD Teneriffa ist all das Zukunftsmusik. Denn so lang der Klub Talente und aussichtsreiche Spieler nicht mit einer modernen Heim-Stätte locken kann, wird eben das neue Leistungszentrum in den Fokus gestellt. Und damit ist CD Teneriffa schon jetzt endlich wieder erstklassig. Dem Traum von Javier Pérez sei Dank.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zuhause und schreibt bereits seit vielen Jahren unter anderem über die Inseln.

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