Nächster Todesfall und ein Vermisster an Teneriffas Küsten

Erneut ist auf Teneriffa ein Mann ertrunken. Eine weitere Person wird aktuell vermisst. Damit steigt die Zahl der Ertrunkenen auf den Kanarischen Inseln in diesem Jahr auf mindestens 28.

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Zwei Tage kreiste ein Rettungshubschrauber über Los Realejos und Puerto de la Cruz. Außerdem suchten Rettungsboote die Küste vor den benachbarten Städten im Norden der Insel ab. Gesucht wurde ein 26-Jähriger, der am Mittwoch beim Angeln ins Wasser gefallen war.

Der Fischer war in einem unvorsichtigen Moment ins Meer gespült worden und konnte sich nicht aus eigener Kraft an Land retten. Ein zweiter Angler sprang hinterher, um dem jungen Mann zu helfen. Doch er erreichte seinen Freund nicht und gelangte nur mit Mühe zurück an Land.

Während sich der Helfer auf einen Felsen rettete, verlor er seinen Freund aus den Augen. Seither fehlt von dem Angler jede Spur. Der 26-Jährige gilt offiziell als vermisst.

Kanaren: Zahl der Todesopfer durch Ertrinken steigt kontinuierlich

Einen Tag später wurde bei Santiago del Teide ein Brite von einer Riesenwelle erfasst und ins Meer gezogen. Der 30-Jährige konnte sich nicht aus eigener Kraft an Land retten. Ein sofort alarmierter Rettungshubschrauber lokalisierte den Mann schnell und barg ihn. An Bord wurde ein Herzstillstand festgestellt.

Noch während des Fluges begannen die Retter mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Nach der Landung auf einem nahegelegenen Fußballplatz übernahm der Notarzt. Doch für den Urlauber kam jede Hilfe zu spät. Es konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden.

Damit ist die Zahl der Todesopfer durch Ertrinken auf den Kanarischen Inseln auf mindestens 28 gestiegen. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres waren bereits 27 Todesfälle gemeldet worden. Damit setzen die Kanaren den traurigen Trend des Vorjahres fort, als spanienweit 437 Personen ertrunken waren und der Archipel im Atlantischen Ozean in der Statistik an erster Stelle geführt wurde.

Zumindest ein wenig Hoffnung gibt da ein weiterer Fall aus dieser Woche: Ein Mann war an schwer zugänglicher Stelle bei Los Gigantes ins Meer gestürzt. Via Rettungshubschrauber konnte der Tourist geborgen und wohlbehalten zurück an Land gebracht werden.

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