Zwischen Sonntag und Mittwoch sind die Wälder in den höheren Lagen von Teneriffa gesperrt. Trotzdem widersetzen sich immer wieder Menschen den nicht zu übersehenden Sperrungen. Die Insel-Regierung ließ nun durchgreifen.
„Wegen der Waldbrandgefahr und der extremen Temperaturen herrscht höchste Alarmbereitschaft“, sagt Blanca Pérez. Die für Sicherheit und Notfälle zuständige Ministerin auf Teneriffa ergänzt: „Daher müssen wir drastische Maßnahmen ergreifen.“
Auf Teneriffa herrscht größte Sorge vor Waldbränden. Aus gleich zwei Gründen sind die Wälder rund um den Teide daher aktuell gesperrt. Doch einige Besucher scheint das wenig zu beeindrucken. Warum die Sperrung nötig ist und wie das Cabildo durchgreift:
Teneriffa sperrt Wälder – einige Besucher interessiert das nicht
Die aktuelle Hitzewelle hat die Böden enorm ausgetrocknet. Ein Funke kann ausreichen und Teneriffa findet sich erneut in einem großen Waldbrand wieder. Erst vor wenigen Tagen brannte es im Norden der größten Kanaren-Insel. Nur zwei Jahre liegt einer der größten Waldbrände in der Geschichte der Kanarischen Inseln zurück – ebenfalls auf Teneriffa.
Darin begründet ist auch, dass die Wälder gesperrt wurden. Die Sorge, dass aus Unachtsamkeit ein Waldbrand ausgelöst wird, ist zu groß. Zum einen könnte eine Zigarette zur Katastrophe führen, die trotz Rauchverbots überall in den Wäldern am Wegesrand zu finden sind. Auch ein falsch geparktes Auto könnte mit seinem heißen Auspuff für eine Entzündung sorgen.
Zum anderen müssen die Einsatztrupps im Notfall frei agieren können. Wenn zunächst Besucher evakuiert werden müssen, bündelt das Kräfte, die an anderer Stelle dringend benötigt würden. Aus diesen Grünen wurden die Wälder komplett gesperrt.
Dennoch mussten allein vom Aussichtspunkt Chipeque, der oberhalb der TF-24 und damit mitten im Sperrgebiet liegt, 50 Personen aus dem Nationalpark entfern werden.
Hitzewelle auf den Kanaren
Seit Freitag herrscht auf den Kanarischen Inseln höchste Alarmbereitschaft. Bereits seit Anfang vergangener Woche warnt die staatliche Wetteragentur Aemet vor einer Hitzewelle mit allen einhergehenden Gefahren für Mensch und Umwelt. Die Temperaturen erreichten örtlich bis zu 44 Grad Celsius.
Als Reaktion darauf ließ die Inselverwaltung alle kritischen Bereiche in den höheren Lagen abriegeln. Zudem wurde angekündigt, im Notfall erneute Platzverweise auszusprechen. Teneriffas Inselregierung appelliert dennoch an alle Einheimischen und Urlauber, sich im eigenen, aber auch im Interesse der Natur an die Maßnahmen zu halten.






















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Sperrung widersetzt: Teneriffa schmeißt 50 Besucher aus Teide-Nationalpark
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