Vier Jahre nach dem Abwasser-Rohrbruch ist das Leck an der Playa Jardín endlich geschlossen. In der Zwischenzeit hatten Fäkalien das Badewasser über Jahre zunehmend belastet, bis die Werte so schlecht wurden, dass Strandbesuche zu gefährlich wurden. Seit drei Monaten ist der wichtigste Strand von Puerto de la Cruz bereits dicht.
Jetzt gibt es einen Durchbruch. Das zuständige Konsortium spricht von „wichtigen Fortschritten“. Aus dem Rathaus ist zaghafte Zufriedenheit zu hören. Denn das größte Leck im Abwasser-Einleitungsrohr der Region scheint endgültig beseitigt worden zu sein.
In der ersten Phase der Arbeiten wurde ein Ventil installiert. Auf diese Weise konnte das Abwasserrohr kurzeitig außer Betrieb genommen werden. Taucher sorgten mit Dichtmitteln dafür, dass der unterseeische Rohrbruch geschlossen wurde. Schließlich konnte das Ventil wieder geöffnet werden. Und doch bleibt die Playa Jardín geschlossen.
Teneriffa: Rohrbruch beseitigt, doch Abwasser fließt weiter ins Meer
„Die Arbeiten der ersten Phase der Reparatur des Bruchs im Abfluss der Punta Brava sind nach drei Tagen intensiver Arbeit im Meer, die hauptsächlich aus dem Einspritzen von Material zur Abdichtung des Risses bestand, abgeschlossen“, teilte die Stadtverwaltung von Puerto de la Cruz nüchtern mit.
Jetzt muss der Beweis angetreten werden, dass wirklich das Abwasserrohr für die Kontaminierung verantwortlich war. Sollte das der Fall sein, wird die Strömung die Wasserqualität wieder verbessern.
Allerdings wurde im Rahmen der Problemsuche aufgedeckt, dass einige Häuser des Stadtteils nicht an das Abwassersystem, sondern die Notentwässerung angeschlossen wurden. Diese ist für starke Regenfälle gedacht und spült überschüssigen Niederschlag direkt und ungeklärt ins Meer.
Für die Abwässer der Häuser des Stadtteils waren diese Entwässerungsrohre nie vorgesehen. Ob und welchen Einfluss diese Einleitungen auf die Wasserqualität der Playa Jardín haben, kann auch nach drei Monaten intensiver Recherche noch immer nicht gesagt werden.
Puerto de la Cruz: Playa Jardín bleibt geschlossen
In Summe dauerte die Reparatur des naheliegendsten Grundes vier Jahre. Seither war der Stadtverwaltung der Rohrbruch bekannt. Ernsthaft verschlechtert hatte sich die Wasserqualität schon vor mehr als einem Jahr. Doch auch das genügte noch nicht, die Arbeiten aufzunehmen. Erst mit der Schließung des Strandes und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden die Reparaturarbeiten begonnen.
Das eilig gebildete Konsortium kam am Donnerstag zu dem Schluss, dass mit den durchgeführten Arbeiten sehr wahrscheinlich das Hauptproblem beseitigt wurde. Der während der Schließung neu eingesetzte Bürgermeister von Puerto de la Cruz, Leopoldo Afonso, lobte „die Arbeit der verschiedenen kommunalen Bereiche und zuständigen Verwaltungen bei der Suche nach einer Lösung für dieses große Problem“. Afonso räumte ein, dass die Schließung „der Stadt erheblichen Schaden zugefügt hat“.
Dessen Stellvertreter dankte den Arbeitern, für die zügige Umsetzung der Reparaturen. Sie hätten „ihren Zeitplan verändert“ und seien sogar „schneller als geplant“ gewesen. Wann die Playa Jardín wiedereröffnet werden könne, sei jedoch unklar: „Wir können keine Termine nennen“, sagte David Hernández.
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Teneriffa löst Abwasser-Problem, doch Strand bleibt geschlossen
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