Auf einem Fußballplatz auf Teneriffa ist am vergangenen Wochenende ein Schiedsrichter von hinten attackiert worden, und zwar durch einen Jugendspieler. Die Partie konnte daraufhin nicht fortgesetzt werden und wurde abgebrochen. Seither macht ein Video von dem Geschehen im Internet die Runde. Bei Sportlern wie Zuschauern hat die Attacke für Bestürzung gesorgt.
Zu sehen ist auf den Aufnahmen, wie ein Spieler den Unparteiischen ohne Vorwarnung und mit voller Wucht in den Rücken stößt. Nur mit Mühe gelang es dem Schiedsrichter, sich noch auf den Beinen zu halten und einen Sturz abzuwenden. Vorausgegangen waren ein Freistoßpfiff und im Anschluss ein Platzverweis, den der Referee wegen groben Foulspiels ausgesprochen hatte.
Dass Schiedsrichter immer öfter Gewalt ausgesetzt sind, betrifft auch die Kanaren, und der Vorfall steht sinnbildlich für diese Entwicklung. Verbreitet wurde der Clip mit den Worten: „Ein weiterer Schiedsrichter wurde dieses Wochenende angegriffen, diesmal auf Teneriffa. Das Spiel wurde abgebrochen. Viel Kraft dem Kollegen.“ Wir zeigen das Video:
Gewalt gegen Schiedsrichter auf den Kanaren nimmt zu
Otro árbitro agredido este fin de semana, esta vez en Tenerife.
El partido fue suspendido.
Ánimo al compañero. pic.twitter.com/JdCdl7iPZm
— 🆁🅴🅶🅻🅰18 (@reglaXVIII) May 27, 2025
Im Jugendfußball auf den Kanaren ist dieses Geschehen kein Einzelfall, sondern fügt sich in eine ganze Reihe ähnlicher Ereignisse ein. Spieler und Zuschauer nehmen die Schiedsrichter immer öfter ins Visier. Mittlerweile wird offen darüber diskutiert, wie sich die Unparteiischen schützen lassen und wie man grundlegende Werte im Sport vermitteln kann.
Zuletzt haben Verbände und Vereine auf Teneriffa verstärkt über Maßnahmen zur Prävention beraten. Aufklärung und konsequente Strafen bei Übergriffen sind das, was Verbände und Schiedsrichter-Verantwortliche fordern.
Besserer Schutz von Schiedsrichtern auf den Kanaren gefordert
Ermittlungen aufnehmen wollen auch die Behörden auf Teneriffa. Sie verfolgen damit das Ziel, die Sicherheit bei Jugendspielen zu verbessern und einer Nachahmung vorzubeugen.
Für den Amateurfußball auf dem Archipel sehen zahlreiche Beobachter in dieser Entwicklung eine ernstzunehmende Gefahr. Der Fußballverband der Kanaren beabsichtigt, in nächster Zeit auf Schulen und Vereine zuzugehen, um für Respekt und Fairness gegenüber Schiedsrichtern und im Sport insgesamt zu werben.














Polizisten, Rettungssanitäter, Feuerwehrleute, Ärzte, Lehrer und jetzt natürlich auch Schiedsrichter. Kein Respekt mehr gegenüber Autoritäten, aber selber über Respekt schwadronieren – das sind die Täter/innen! Und immer wieder die gleiche, nichtsbringende Reaktion: Verständnis für die Beschuldigten, an die Fairness appellieren, Toleranz und, und, und! Man kann es nicht mehr hören. Dabei wissen wir alle, dass nur drakonische Strafen helfen. Wer einen Schiedsrichter in dieser Weise attackiert, muss ein lebenslanges Vereinsverbot erhalten. Ende mit offiziellem Fußballeinsatz. Das muss rechtssicher durchgesetzt werden. Spätestens nach der zweiten lebenslangen Sperre ist Schluss mit der Gewalt gegen Schiedsrichter. Ganz einfach.